Soldado über seine Rolle bei Valenica
Montag, 1. Oktober 2012
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In einem Interview mit Graham Hunter für Champions Matchday sprach Valencias Torjäger Roberto Soldado über seinen Vorgänger David Villa, seine Spielweise und die Fans, die sein Trikot tragen.
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Das erste, was einem auffällt, wenn man die Nummer 9 von Valencia CF sieht, sind seine muskulösen Oberarme - sein Bizeps, der beinahe sein Designer-Shirt sprengt. Der zweite Punkt ist, dass er sehr gerne über seine Leidenschaft spricht - und er ist verdammt gut darin.
Der Sommer war für Roberto Soldado mehr als turbulent und ereignisreich. Zunächst wurde er nicht für die UEFA EURO 2012 nominiert, danach hätte er das Mestalla verlassen können, doch schließlich bot ihm Valencia einen neuen Vertrag an und ohne zu zögern unterschrieb er diesen auch. Aber warum?
"Die zwei Jahre in Valencia waren fantastisch", so der Angreifer. "Valencia ist meine Stadt, dort bin ich geboren und hier spielen zu können, ist eines der großartigsten Ereignisse, die mir in meinem Leben passiert sind. Als mir der Klub hier weitere fünf Jahre in Aussicht gestellt hat, musste ich keine Sekunde überlegen. Valencia hat Potenzial, wir haben ein junges Team und wollen große Erfolge feiern. Ich werde mein Bestes geben, damit das auch klappt."
Soldado ging einen Umweg über Real Madrid CF, CA Osasuna und Getafe CF, ehe er 2010 schließlich in seine Heimat zurückkehrte. Der damals 25-Jährige sollte in die Rolle des Volkshelden von Valencia hineinwachsen, ein zusätzlicher Druck, über den er bis heute noch nie gesprochen hat.
"Als ich hierher kam, habe ich nie öffentlich gesagt, dass ich 'David Villa ersetzen' will", so Soldado. "Aber mir war bewusst, dass, wenn es nicht gut laufen würde, es dann eine sehr schwere Zeit werden würde und man natürlich ein negatives Bild abgibt - nicht nur für mich, sondern auch für die Presse und die Fans. Als ich aufgewachsen bin, habe ich immer nur auf die Mittelstürmer hier geschaut - und dass nun mein eigener Name auf dem Trikot steht, dass ich die Nummer 9 und der Kapitän des Teams sein darf, mit dem ich groß geworden bin, macht mich schon sehr stolz."
"Du gehst auf die Straße und siehst die Kinder mit dem Valencia-Trikot mit deinem Namen - das ist eine unglaubliche Motivation und erinnert dich immer wieder an deine Verantwortung. Das ist eines der tollsten Dinge, die einem Spieler passieren kann."
Nach seinen Idolen gefragt, musste er nicht lange überlegen. "Ich habe die Vollstrecker, die Torjäger bewundert. [Ivan] Zamorano - er war großartig bei Madrid. Jimmy [Floyd] Hasselbaink bei Atlético, oder Ronaldo während seiner Zeit bei Barcelona. Sie waren einfach die Besten der Besten. Wenn ich nun auf die Champions League schaue, bewundere ich Wayne Rooney. Anfangs war er eher der Mittelstürmer, der Torjäger. Doch nun verteidigt er auch sehr viel und nimmt mehr am Spiel teil."
Soldado besitzt Eigenschaften - seine Einstellung zu Druck, seine Bewegungsabläufe, das Holz, aus dem Gewinner geschnitzt sind - die sehr gut mit der UEFA Champions League im Einklang stehen: In 17 Spielen in diesem Wettbewerb hat er bereits zwölf Tore erzielt.
"Das ist der größte Wettbewerb, der schönste, in dem man spielen kann", so der Stürmer. "Man fühlt diese große Bedeutung, denn jedes Wochenende kämpft man in der heimischen Liga um die Teilnahme daran. Man vertritt sein Team in ganz Europa. Ich hoffe, dass ich meine Torquote in der Champions League halten und so der Mannschaft helfen kann."