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Mit Skibbe auf den Everest

Das Duell mit Olympique Lyon verglich der neue Grasshopper-Trainer Michael Skibbe mit der Besteigung eines "7000ers", doch nach den jüngsten Auftritten der Zürcher scheint dieser Gipfelsturm nicht unmöglich.

Michael Skibbe hat den Gipfel eines 7000ers im Visier
Michael Skibbe hat den Gipfel eines 7000ers im Visier ©Getty Images

"Wir müssen einen 7000er erklimmen", so Michael Skibbe, der neue Trainer des Grasshopper Club schon vor der Auslosung der dritten Qualifikationsrunde. Nachdem die Losfee den Zürchern dort dann Olympique Lyonnais bescherte, dürfte sich die Aufgabe des Schweizer Rekordmeisters eher in Mount-Everest-Dimensionen bewegen und der misst immerhin stolze 8848 Meter.

27 Meistertitel hat GC in seiner Geschichte schon gesammelt, der letzte liegt allerdings schon zehn Jahre zurück. Nun soll das nachgeholt werden, was man letzte Saison als Vizemeister hinter dem FC Basel 1893 denkbar knapp verpasste und verantwortlich dafür ist seit dieser Saison Skibbe, der bei seinen bisherigen Stationen in der Türkei und Deutschland nicht gerade vom Erfolg verwöhnt wurde.

Doch die ersten Wochen in Zürich verliefen für den 38-Jährigen, der unter anderem schon bei Bayer 04 Leverkusen, Galatasaray AŞ, Eintracht Frankfurt und Hertha BSC Berlin mehr oder weniger lange auf der Bank saß, ausgesprochen erfreulich. Mit sieben Punkten aus drei Spielen liegt GC in der Liga an zweiter Stelle, zuletzt beim 4:2 gegen den FC Aarau riss die junge Truppe um den ehemaligen Wolfsburger Nassim Ben Khalifa die Fans im heimischen Letzigrund mit Traumtoren immer wieder von den Sitzen.

"Klar besser, hoch verdient, spielerisch super", war denn auch die Kurzanalyse von Ben Khalifa nach der Generalprobe für das Match am Dienstag im Stade de Gerland – dem ersten GC-Auftritt in der Königsklasse seit fast zehn Jahren. Skibbe zeigte sich denn auch vorsichtig optimistisch: "Olympique Lyon ist ein dicker Brocken. Wir sind zwar klarer Außenseiter und trotzdem stufe ich unsere Chancen auf 50:50 ein."

Was die Zürcher draufhaben, hat sich auch schon bis nach Frankreich herumgesprochen, so erklärte Lyons Coach Rémi Garde: "GC ist eine Mannschaft, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Basel geliefert hat. Das beweist die Qualität der Equipe. GC hat einige junge, sehr gute Spieler, die ich seit Jahren verfolge."

Dazu zählt ohne Zweifel auch der 22-jährige Torhüter Roman Bürki, der trotz eines Patzers gegen Aarau zu den Stützen der Mannschaft zählt und dem keineswegs Bange ist vor dem Duell mit dem vielfachen französischen Meister. "Ich denke, wenn man Basel anschaut, sind wir im ersten Spiel der Saison klar besser gewesen und Basel ist bis in den Halbfinal in der Europa League gekommen. Der FCB hat auch Manchester United geschlagen, wo sich vorher kein Mensch vorstellen konnte, dass so etwas möglich sei. Wir wollen das Unmögliche möglich machen."

Und so lautet das mutige Motto der Grasshoppers für die anstehende Champions-League-Kampagne auch: "Wir kommen, um zu bleiben!"

Sollte es mit einem Gipfelsturm gegen Lyon klappen, könnte dieses Motto auch für Skibbe gelten, dessen Bergsteiger-Gene übrigens wenig ausgeprägt sind, war sein Vater als Bergmann unter Tage eher in der anderen Richtung unterwegs.

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