1966/67: Celtic für seinen Mut belohnt
Donnerstag, 25. Mai 1967
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Celtic FC - Internazionale FC 2:1
"Es war einfach unumgänglich, früher oder später musste das Inter, das bisher für [Helenio] Herrera, den Catenaccio und knappe Siege bekannt war, für seine Weigerung, unterhaltsamen Fußball zu spielen, bezahlen." So sah es die portugiesische Zeitung Mundo Desportivo, nachdem es Celtic FC 1966/67 als erster nicht-südeuropäischer Mannschaft gelungen war, den Pokal der europäischen Meistervereine zu gewinnen.
Bemerkenswerter Erfolg
Der Sieg der schottischen Mannschaft war ein Erfolg des Angriffsfußballs über den destruktiven Fußball vom FC Internazionale. Bemerkenswert ist bei diesem Triumph vor allem, dass auf Seiten der von Jock Stein trainierten Schotten zehn gebürtige Glasgower in der Anfangsformation standen. Im Estádio Nacional von Lissabon trumpften die Schotten stark auf und verkrafteten auch den frühen Rückstand durch einen von Sandro Mazzola verwandelten Elfmeter gut. Sie setzten sich über die destruktive Taktik von Inter hinweg und erzielten in der zweiten Halbzeit durch Tommy Gemmell und Steve Chalmers ihre Tore.
Inter in der Favoritenrolle
Die Italiener gingen als klare Favoriten ins Spiel, auch wenn sie im Halbfinale gegen den FC CSKA Sofia ins Entscheidungsspiel mussten. Im Viertelfinale schalteten die "Nerazzurri" den Titelverteidiger Real Madrid CF mit 3:0 aus. Auch die Qualität von Celtic war kein Geheimnis mehr. Sie hatten auf dem Weg ins Finale den FC Zürich, den FC Nantes Atlantique, den FK Vojvodina und Dukla Praha (heute FC Príbram) aus dem Weg geräumt.
Letzte Sekunde
Am engsten war es für Celtic im Viertelfinale gegen Vojvodina, die überraschenderweise Atlético de Madrid in der zweiten Runde besiegt hatten. Die Schotten führten daheim im Celtic Park bis zur 89. Spielminute mit 1:0, und das hätte, nach dem 0:1 im Hinspiel, ein Entscheidungsspiel nötig gemacht. Dann gelang aber Billy McNeill mit einem Kopfballtreffer das 2:0, und Celtic stand im Halbfinale.