2018/19: Liverpools sechster Triumph in der Königsklasse
Montag, 8. Juli 2019
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Jürgen Klopp beendete seine Niederlagenserie in Endspielen und verhalf Liverpool zum alleinigen dritten Platz in der Siegerliste.
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Mit einem 2:0-Triumph über Tottenham krönte sich Liverpool zum sechsten Mal zum Sieger der Königsklasse und beendete die Serie von verlorenen Endspielen von Jürgen Klopp.
Der Trainer der Reds hatte vor dem Showdown in Madrid sechs Endspiele in Folge verloren - zuletzt zwölf Monate zuvor beim Finale der UEFA Champions League in Kiew gegen Real Madrid. Dieses Mal schnappte sich Liverpool den Henkelpott und rückte in der Titelträger-Bestenliste auf den alleinigen dritten Rang vor (hinter AC Milan/7 und Real Madrid/13).
"Wer hat schon jemals so eine Mannschaft gesehen?", fragte ein glückseliger Klopp nach dem Schlusspfiff. "Ich freue mich riesig für die Spieler und für meine Familie. Der Moment wird kommen, wenn ich selbst komplett überwältigt sein werde."
Dabei hatte sich Liverpool auf dem Weg ins Finale deutlich schwerer getan als noch ein Jahr zuvor. Während man in der Saison 2017/18 noch 40 Treffer bis zum Endspiel markiert hatte, waren es in dieser Saison "nur" 22 Tore. Allerdings waren die Reds wieder für reichlich Dramatik gut. Im Halbfinal-Hinspiel im Camp Nou hatte Liverpool eine 0:3-Klatsche kassiert und war schon so gut wie ausgeschieden, ehe man mit einem 4:0 im Anfield für eine der denkwürdigsten Aufholjagden in der Europapokalgeschichte sorgte.
Nur 24 Stunden später konnten die Spurs bei Ajax ein ähnliches Wunder vollbringen. Vorausgegangen war dem eine 0:1-Heimpleite im brandneuen Stadion sowie eine katastrophale erste Halbzeit in Amsterdam, die der Elf von Mauricio Pochettino einen 0:2-Pausenrückstand beschert hatte.
Ajax, angeführt von den beiden hochtalentierten Youngstern Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong, hatte das erste Finale nach 23 Jahren fest im Blick. Doch die Elf von Erik ten Hag, die bis dahin einen beeindruckenden Wettbewerb abgeliefert hatte, wurde in der Schlussphase eiskalt abgeduscht. Lucas Moura gelang in der zweiten Halbzeit ein Lupenreiner Hattrick und sein letzter Treffer Sekunden vor Schluss brachte den Spurs das erste #UCL-Endspiel der Vereinsgeschichte ein.
In Madrid musste Moura zunächst auf die Bank, da Harry Kane nach siebenwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Die Partie war gerade 24 Sekunden alt, als Moussa Sissoko den Ball im eigenen Strafraum an die Hand bekam und der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied.
Mohamed Salah, der ein Jahr zuvor im Finale frühzeitig wegen einer Verletzung ausgewechselt werden musste, ließ sich die Chance nicht nehmen und markierte das zweitschnellste Tor der Endspielgeschichte. Die Partie blieb ausgeglichen, ehe die Spurs in der Schlussphase zu mehreren guten Chancen kamen. Jedes Mal scheiterten die Londoner am starken Reds-Torwart Alisson Becker und als der eingewechselte Divock Origi kurz vor dem Ende auf der Gegenseite das 2:0 markierte, konnte Liverpool endlich durchatmen.