UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Historischer Sieg für Basel

FC Basel 1893 - PFC Ludogorets Razgrad4:0
Dank eines überragenden Fabian Frei und des erst 17-jährigen Breel Embolo feierten die Schweizer ihren höchsten Sieg überhaupt.

Frei sieht verdienten Sieg
Frei sieht verdienten Sieg

Taktgeber Fabian Frei führt FCB zum historischen Sieg
Der 17-jährige Breel Embolo bricht den Bann
Ludogorets offensiv nicht existent
Höchster Basler Champions-League-Sieg aller Zeiten
Nächste Spiele: Basel - Real Madrid, Ludogorets - Liverpool (26. November)

Was schlecht begann, endete im Kantersieg: Der FC Basel 1893 schickt PFC Ludogorets mit einer 0:4-Klatsche nach Bulgarien zurück. Es plätscherte vor sich hin, dieses Spiel im vollen Basler St. Jakob-Park. Da waren zwei Teams, die wollten. Die nach vorne zu spielen versuchten, die in die Spitze passten, mal schnell, mal langsam, die in die Zweikämpfe gingen – die fast alles zu tun probierten, was ein Spiel der UEFA Champions League auszumachen pflegt. Nur: Gelingen tat es nicht. Die wenigsten Pässe kamen an. Die wenigsten Schüsse gingen aufs Tor. Die ersten 30 Minuten beim Spiel des FC Basel gegen Ludogorets – sie waren zum Vergessen.

Der FCB, dessen Auftritt gegen den bulgarischen Meister in der nationalen Presse bereits zum "Endspiel" für Trainer Paulo Sousa deklariert wurde, tat sich schwer. Drückte die Last, dieses Spiel gewinnen zu müssen, um die Chance auf Platz zwei und die Runde der letzten 16 nicht zu verpassen, zunächst zu schwer auf den rot-blauen Schultern? Der Gast aus Bulgarien – bei ihm beschlich einen das Gefühl, als sei er höchstens in der Lage, mit Glück ein 0:0 zu erspielen. Nennenswerte Offensivaktionen? Nahezu keine.

Dann schlug Fabian Frei den Ball aus der Tiefe des Mittelfelds vor den gegnerischen Strafraum. Breel Embolo, der Ersatz von Captain und Speerspitze Marco Streller, nahm ihn in einer Drehung mit und schob ihn gegen die Laufrichtung von Ludogorets-Goalie Vladislav Stoyanov (34.). Rot-Blau lag sich in den Armen. Dass es erst der zweite Torschuss war, der zum erlösenden Treffer führte?

Interessierte keinen. Taktgeber Fabian Frei bereitete dieses Tor im Stile von Italien-Star Andrea Pirlo vor – so zumindest beschrieb es ein Gast im St. Jakob-Park. Und einen zweiten Pirlo-Ball schlug Frei vier Minuten vor der Pause. Dieses Mal war Derlis Gonzalez, der rechte Flügel des FCB, der Abnehmer. Er schob ebenso sicher ein wie Embolo zuvor (41.). Pässe, wie sie Frei an diesem Abend zweimal schlug, verdienten auch nichts anderes als ein

Tor zur Folge. Nicht nur unterhielt der FCB-Ersatzcaptain damit das weite Rund – er legte auch die Basis dafür, dass der FCB die Partie sicher gewann. Und damit erreichte, wonach es nach einer halbe Stunde keineswegs ausgesehen hatte. Ludogorets fand nach der Pause gar nicht mehr statt – nichts brachten die Bulgaren zustande, was erwähnenswert gewesen wäre.

Und der FCB – er verbesserte sein Torverhältnis um weitere zwei Treffer. Shkelzhen Gashi schob eine Hereingabe Embolos über die Linie (59.). Und Marek Suchý staubte nach einer Ecke ab (65.). 4:0 – der höchste Sieg des FCB in seiner Champions-League-Geschichte war bald Tatsache. Die bisherige Bestmarke in der Gruppenphase war ein 2:0 gegen den FK Spartak Moskva.