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Glik im Glück

"Das ist ein unglaubliches Abenteuer", erklärte Monacos Kamil Glik gegenüber UEFA.com mit Blick auf das Viertelfinale der UEFA Champions League gegen Dortmund.

Manchmal lässt sich Kamil Glik in Monaco auch als Torschütze feiern
Manchmal lässt sich Kamil Glik in Monaco auch als Torschütze feiern ©Getty Images

Im letzten Sommer kam Kamil Glik von Torino nach Monaco, wo er sich schnell unverzichtbar gemacht hat. Mit seinem Team hat er gute Aussichten, die französische Meisterschaft zu gewinnen, außerdem könnten die Monegassen mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund das Halbfinale der UEFA Champions League erreichen. Vor diesem Duell hat sich UEFA.com mit dem 29-jährigen Polen unterhalten.

Die Anfänge

Ich stamme aus einer kleinen Bergarbeiterstadt, Jastrzebie Zdroj, das war damals eine ziemlich arme Gegend. Wir Jungs haben den ganzen Tag Fußball gespielt und davon geträumt, eines Tages damit Geld verdienen zu können. Mein Traum war es, einmal in der polnischen Ekstraklasa spielen zu können. Ich bin seit meiner Kindheit ein großer Fan von Bayern München, mein Lieblingsspieler war Lúcio.

Als kleiner Junge hatte ich große Herzprobleme, ein Arzt sagte meiner Großmutter, dass meine Überlebenschancen nicht sehr groß seien, nur eines von 20 Kindern überlebe so eine schwere Sepsis. Ob mich das härter gemacht hat? Mit Sicherheit, ja. Probleme machen mich stärker. Zwei Jahre habe ich in der Jugend im Tor gestanden, aber das war eher zufällig, weil sich unser Torhüter einen Arm gebrochen hatte und ich der größte Feldspieler war. Anfangs habe ich es gemocht, aber die Trainer haben es mir schnell wieder ausgeredet.

Von Turin nach Monaco

Ich hatte fünf wunderbare Jahre in Turin, aber eines Tages wollte ich mich verändern. Das mit Monaco ist dann sehr schnell gegangen: vor dem Duell der Polen mit Nordirland [bei der UEFA EURO 2016] in Nizza habe ich mich mit einem Klubvertreter getroffen, der mir gesagt hat, dass man mich unbedingt haben wolle.

Vom ersten Tag an habe ich mich hier wie zuhause gefühlt, so als ob ich schon viele Jahre hier gespielt hätte; meine Teamkollegen sind nicht nur großartige Fußballer, sondern auch unheimlich nette Kerle. Trainer Leonardo Jardim hat mich auch mit offenen Armen empfangen.

Eine traumhafte Saison

Das große Ziel in dieser Saison ist für uns die französische Meisterschaft. Wir haben definitiv eine große Chance – wir haben es selbst in der Hand. Wir müssen nur den letzten Schritt machen, in zwei Monaten steht schon das letzte Saisonspiel an, wir dürfen es nicht vermasseln.

Ich habe immer von der Champions League geträumt. Jetzt bin ich dabei und stehe in meinem ersten Jahr gleich im Viertelfinale. Das ist ein unglaubliches Abenteuer.

In einer so offensiven Mannschaft zu spielen, bedeutet viel Arbeit für mich. In der Champions League musst du zudem noch konzentrierter sein, da du ständig gegen Weltklasse-Spieler antreten musst.