Früchtl: Riesen-Youngster mit riesiger Perspektive
Mittwoch, 5. April 2017
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Christian Früchtl hat schon als 15-Jähriger großen Eindruck bei Pep Guardiola hinterlassen und wird demnächst bei der U17-EURO für den DFB im Kasten stehen. UEFA.com stellt das Torwartjuwel des FC Bayern näher vor.
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Die Daten
Viele Zahlen sind in diesem Alter noch gar nicht erfasst oder sie sind nicht besonders aussagekräftig. Belassen wir es doch erst einmal bei diesen zwei Fakten:
Schuhgröße: 50
Größe im Alter von 17 Jahren: 1,93 Meter
Manuel Neuer wird beim FC Bayern eines Tages große Fußabdrücke hinterlassen. Zumindest physisch wird das für Früchtl kein Problem. Aber Spaß beiseite, diese Werte lassen einen natürlich aufhorchen. Lange Arme und Beine sind keine Garantie für wenige Gegentore, man kann aber mit deutlich schlechteren Grundvoraussetzungen in eine Karriere als Profi-Torwart starten...
Die Ausbildung zum Keeper
Früchtl kam als 14-Jähriger zum FC Bayern, nachdem er sich bei Talentsichtungen und einem Probetraining mit Nachdruck empfehlen konnte. Bis dahin hatte er in der Jugend in Deggendorf gespielt und durch viel intensives Training im Nachwuchsleistungszentrum des Bayerischen Fußballverbands an seinen Qualitäten gefeilt.
Beim FC Bayern übte er sich nicht in Zurückhaltung. Sogar Pep Guardiola ließ sich von den Ausnahmefähigkeiten überzeugen und nahm den damals - aufgepasst - erst 15-jährigen Früchtl mit ins Winter-Trainingslager.
Das Potenzial
Bei seiner Statur wird das Wort "riesig" wahrscheinlich inflationär gebraucht, aber sein Potenzial ist eben gewaltig. "Ich war damals weder körperlich so weit wie er, noch spielerisch so gut im Antizipieren", sagte Neuer über Früchtl im Münchner Merkur.
Früchtl hat seine Qualitäten unter anderem schon in der U17-Nationalmannschaft gezeigt. Er ist ein mitspielender und vorausblickender Torwart mit starken Reflexen und gibt sprachlich einen guten Dirigenten für seine Vorderleute. Im Mai kann man Früchtl bei der UEFA-U17-Europameisterschaft in Kroatien bewundern.
Mit einer Karriere als Entertainer könnte es aber eng werden...
Die Zukunft
Bei der Wahl des zweiten Torwarts hat der FC Bayern in den letzten Jahren meist die "große Lösung" bevorzugt. Berichten zufolge sucht der Rekordmeister für die kommende Saison Nachfolger für Tom Starke und Sven Ulreich. Es wäre eine mittlere Sensation, wenn Früchtl im Sommer diese Rolle bekommt und so die zweite Mannschaft überspringt.
Doch wie oft würde er zum Einsatz kommen? Wahrscheinlicher ist doch, dass er den Weg über die zweite Mannschaft geht und so für eine eventuelle Nachfolge von Neuer in Position gebracht wird.
Oder wäre es vielleicht sinnvoll, den Youngster noch ein bis zwei Jahre im Klub auszubilden und ihn dann für Spielpraxis auf höchstem Niveau zu verleihen? Eine spannende Personalie, die uns über viele Jahre begleiten wird.