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2:2 gegen Real - mehr Erfolg oder Misserfolg?

Wie soll man nun dieses 2:2 von Borussia Dortmund gegen Real Madrid bewerten: War es eher ein Erfolg oder eher ein Misserfolg? UEFA.com-Reporter Matthias Rötters denkt: Beides.

Toni Kroos und seine Madrilenen mussten Schwerstarbeit leisten
Toni Kroos und seine Madrilenen mussten Schwerstarbeit leisten ©AFP/Getty Images

Deshalb war das 2:2 ein Misserfolg

Bilanz vorher

Gleich drei Mal in Folge hatte die Borussia Real zuvor ohne Punkte nach Hause geschickt - und auch in diesem Spiel wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen. Real kam nach zwei Remis mit großem Respekt vor Dortmunds Fußballtempel, spielte auch in der ersten Phase des Spiels entsprechend.

Überlegene Spielweise

Und so kam es, dass der BVB noch Mitte der zweiten Halbzeit einen Ballbesitz von über 60 Prozent zu verzeichnen hatte - gegen Real Madrid! Streckenweise dominierte der BVB die Königlichen dabei scheinbar nach Belieben, war immer einen Gedankenschritt schneller. Auch Trainer Thomas Tuchel analysierte: "Bis zum letzten Drittel waren wir gut, aber dann fehlte die Präzision."

Vorentscheidung in der Gruppe

Und so gehen zwei der neun wichtigen Heimpunkte in der Gruppe verloren. Hauptkonkurrent Real nimmt davon einen mit nach Spanien. Dort haben die Madrilenenl nun im wohl entscheidenden Spiel um den Gruppensieg gegen den BVB den Heimvorteil auf ihrer Seite - und damit die besseren Karten. Toni Kroos erklärte: "Mit dem Remis können wir leben, das Rückspiel ist bekanntlich bei uns."

Highlights: Dortmund - Real Madrid 2:2
Highlights: Dortmund - Real Madrid 2:2

Deshalb war das 2:2 ein Erfolg

Spielverlauf

Allerdings kann man (vor allem) dem Ergebnis auch viel Positives abgewinnen. So kam die Borussia nach zwei bitteren Gegentreffern zwei Mal fulminant zurück. "Das muss man gegen eine Top-Mannschaft wie Real Madrid auch erst mal schaffen", lobte Tuchel.

Team im Aufbau

Auch er weiß natürlich, dass sein Team noch viel mehr in der Entwicklungsphase steckt als der spanische Tabellenführer. Mit Christian Pulišić (18), Julian Weigl (21), Raphaël Guerreiro (22), Ousmane Dembélé (19) oder Emre Mor (19) kamen am Dienstag etliche BVB-Spieler zum Einsatz, deren beste Zeit in der Karriere wohl erst noch kommt. "Ein Remis in diesem Entwicklungsstadium ist etwas, woran wir wachsen können", bewertete 2:2-Torschütze André Schürrle die Situation.

Nichts verloren

Und diese Einstellung ist vielleicht der Hauptvorteil im direkten Duell mit Real in der Gruppe F. Die Königlichen haben im Rückspiel in Madrid einen ungleich größeren Druck als am Dienstag in Dortmund - und als der BVB, der sich in Madrid viel mehr aufs Kontern freuen kann. Verloren ist der Gruppensieg in jedem Fall noch nicht.

André Schürrle rettete dem BVB mit seinem späten Ausgleich einen Punkt
André Schürrle rettete dem BVB mit seinem späten Ausgleich einen Punkt©Getty Images