Alonso hat noch lange nicht Schluss
Mittwoch, 7. September 2016
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Ihm gelang nach nur neun Minuten das erste und bislang schönste Tor der neuen Bundesliga-Saison, doch Xabi Alonso hat in dieser Saison mit dem FC Bayern noch ganz andere Ziele...
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Auslaufmodell, Alteisen, viel zu langsam – so oder so ähnlich klangen die Vorwürfe vieler selbsternannter Experten in Richtung Xabi Alonso vor dieser Saison, doch schon neun Minuten nach dem Anpfiff des erstes Bundesligaspiels widerlegte der 34-jährige Spanier all seine Kritiker eindrucksvoll und drosch das Leder gegen Bremen zum ersten Bundesligator dieser Saison in den Winkel.
Auch im fortgeschrittenen Fußballeralter zeigt der 114-fache spanische Nationalspieler also, dass er mehr als nur den Takt vorgeben kann. Er soll beim FC Bayern als Bindeglied zwischen dem neuen Trainer Carlo Ancelotti und dem Team fungieren. "Die frühere Zusammenarbeit mit dem Trainer [bei Real Madrid] war schon erfolgreich und ich weiß, was er von mir und den Spielern will. Das setze ich dann so gut es geht um."
Als akribisch, zielstrebig und bodenständig kann man den Basken beschreiben, der seine Pressekonferenzen mittlerweile in gutem Deutsch abhält. Außerdem verfügt er über eine sehr gute und sympathische Selbsteinschätzung: "Ich weiß, was meine Stärken und meine Schwächen auf dem Platz sind. Damit mein Spiel besser ist, brauche ich Spieler um mich herum, die besser sind als ich."
Die dürfte er in dieser Saison reichlich um sich haben, denn der FC Bayern scheint personell stark wie nie, dementsprechend sehen auch die Ziele Alonsos für die kommenden Monate aus: "Ich will die Bundesliga wieder gewinnen. Ich will den Pokal wieder gewinnen. Ich will die Champions League zum dritten Mal mit einem anderen Klub gewinnen. Ich will alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt."
Sollte dies gelingen, droht der Bundesliga allerdings am Ende der Saison ein schmerzlicher Abschied, denn Alonso, der die Königsklasse schon mit Real und Liverpool gewonnen hat, weiß auch, dass "man wissen muss, wann man am besten aufhört. In fünf, sechs Monaten sehen wir weiter."