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Mustafi: Deutscher Nationalspieler auf Europa-Tournee

England, Italien, Spanien: Shkodran Mustafi ist viel rumgekommen. Aufgrund seiner Reiselust befindet sich der Verteidiger in einem illustren Kreis von nur vier Spielern.

Shkodran Mustafi hat in England, Italien und Spanien gespielt
Shkodran Mustafi hat in England, Italien und Spanien gespielt ©Getty Images

Die Karriere des Shkodran Mustafi hat einen atypischen Verlauf genommen. Der 24-Jährige absolvierte noch kein einziges Bundesligaspiel und ist doch eine feste Größe im DFB-Kader. Jetzt hat er einen Vertrag bei Arsenal unterschrieben.

Geboren: 17.04.1992

Erfolge: Weltmeister 2014

• Mustafi wurde in Bebra, in Nordhessen, als Sohn albanischer Eltern in bescheidenen Verhältnissen geboren. Seine Familie stammt aus Gostivar, einer Kleinstadt in Mazedonien. "Manche Menschen müssen dort mit 300 Euro im Monat auskommen. Hier tanken wir unsere Autos manchmal für den gleichen Betrag", so Mustafi.

• Sein Großvater kam einst als Gastarbeiter nach Deutschland, ehe ihm ein Großteil der Familie folgte. Mustafis Vater Kujtim arbeitete früher auf dem Bau. "Die Familie ist auf dem Boden geblieben und hat ihre Wurzeln nie vergessen", sagt Sheriff Bekteshi, der Cousin des Nationalspielers.

• Über die Jugendabteilung des Hamburger SV und einen Zwischenstopp bei Everton kam Mustafi zu Sampdoria Genua. "Ich habe auf all meinen Stationen wichtige Erfahrungen gesammelt: In England wurde mir Professionalität eingeimpft und in Italien habe ich mich menschlich weiterentwickelt: Das Leben besteht nicht nur aus Fußball."

Mustafi traf mit Sampdoria Genua in der Serie A auch auf den Ex-Bayern-Profi Luca Toni
Mustafi traf mit Sampdoria Genua in der Serie A auch auf den Ex-Bayern-Profi Luca Toni©Getty Images

• 53-mal lief Mustafi für den Klub aus Ligurien auf, ehe Valencia die Fühler nach dem Verteidiger ausstreckte. 2014 kam es schließlich zum Wechsel. Für die Spanier bestritt der gebürtige Hesse 80 Spiele und konnte sich dabei sechsmal als Torschütze feiern lassen. Den Transfer nach Spanien bezeichnete Mustafi damals selbst als den "nächsten Schritt in seiner Karriere".

• 2014 wurde Mustafi von Joachim Löw für die FIFA-Weltmeisterschaft nachnominiert und holte mit dem DFB-Team den Titel. "Meine Einwechslung im Spiel gegen Portugal und den Moment, als ich den Pokal in den Händen hielt, werde ich nie vergessen", so der Abwehrspieler über das Turnier in Brasilien.

• Mustafi war erst der vierte Deutsche, der bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz kam, ohne zuvor je ein Bundesligaspiel bestritten zu haben. Zuvor war dies nur Helmut Haller, Albert Brülls und Robert Huth vergönnt gewesen. "Mich hat das selbst nicht berührt. Natürlich ist das für die Statistiker interessant, aber es war für mich kein großes Aha-Erlebnis."

Mustafi trifft per Kopf gegen die Ukraine
Mustafi trifft per Kopf gegen die Ukraine©AFP/Getty Images

• Bei der UEFA EURO 2016 rückte Mustafi im ersten Spiel gegen die Ukraine für Mats Hummels in die Startelf und krönte seine gute Leistung mit dem 1:0. "Natürlich war es schön, ein Tor zu schießen, aber ich freue mich mehr über das Ergebnis. Ich wollte vor allem in der Defensive meinen Job machen – deshalb hat mich der Trainer aufgestellt." Bleibt Mustafi auch in der Zukunft so bescheiden, dürfte er auch bei seinem neuen Coach Arsène Wenger offene Türen einrennen. 

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