UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Denkwürdige Halbfinals der UEFA Champions League

Zwei rein spanische Duelle, eine Galavorstellung von Roy Keane für Manchester United FC sowie ein Viererpack von Robert Lewandowski haben es in unsere Auswahl denkwürdiger Halbfinals geschafft.

Denkwürdige Halbfinals der UEFA Champions League ©Bongarts

1994/95: Ajax - Bayern München 5:2
Ein grandioser Auftritt im Rückspiel bescherte der jungen Ajax-Mannschaft den fünften Finaleinzug der Vereinsgeschichte. Nach 90 torlosen Minuten im Hinspiel ging es in Amsterdam richtig zur Sache. Jari Litmanen erzielte einen Doppelpack, außerdem hatten Finidi George und Ronald de Boer für die Niederländer getroffen. Die Bayern waren zwischendurch in Person von Marcel Witeczek zum Ausgleich gekommen und durften nach dem Treffer von Mehmet Scholl nochmals hoffen, ehe Marc Overmars für Ajax alles klar machte.

1998/99: Dynamo Kiew - Bayern München 3:4
Stefan Effenberg und Carsten Jancker retteten den Bayern in einem sehr unterhaltsamen Hinspiel ein 3:3 in der Ukraine. Dabei hatte ein 22-jähriger Stürmer namens Andriy Shevchenko mit zwei Toren auf sich aufmerksam gemacht, doch im Rückspiel setzte sich die Cleverness der Bayern durch. Mario Basler schoss den FCB mit einem Traumtor in das Endspiel von Barcelona.

1998/99: Manchester United - Juventus 4:3
Lange sah es so aus, als könnte Juve zum vierten Mal in Folge das Finale erreichen. Der aktuelle Trainer Antonio Conte hatte sein Team im Old Trafford in Führung gebracht, allerdings glich Ryan Giggs in der Nachspielzeit aus. Im Rückspiel gelang Juve dank eines Doppelpacks von Filippo Inzaghi ein Blitzstart, doch United gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich in die Partie zurück. Roy Keane lieferte dabei eine überragende Vorstellung im Mittelfeld ab und trieb seine Mannen zur Aufholjagd an. So konnte United erstmals nach 31 Jahren wieder das Finale erreichen und erlebte dort erneut eine dramatische Partie.

1999/2000: Valencia - Barcelona 5:3
Valencia feierte im letzten Heimspiel ihrer Debütsaison in der UEFA Champions League einen der denkwürdigsten Abende der Vereinsgeschichte. Im Mestalla fegte man Barcelona mit 4:1 aus dem Stadion und auch wenn es im Rückspiel eine knappe Niederlage gab, hatte die Elf von Héctor Cúper voll überzeugt. Im Endspiel traf man erneut auf ein spanisches Team, jedoch musste man sich dort Real Madrid CF beugen.

2001/02: Barcelona - Real Madrid 1:3
Ohne den gesperrten Luís Figo konnte Real im Hinspiel einen 2:0-Sieg feiern. Barcelona hatte seit 19 Jahren kein Heimspiel mehr gegen den Erzrivalen verloren, doch nach Gegentreffern von Zinédine Zidane und Steve McManaman war es mal wieder soweit. Im Rückspiel brachte Raúl González die Königlichen in Führung und auch ein Eigentor von Iván Helguera konnte das Weiterkommen von Madrid nicht mehr gefährden.

2002/03: Juventus - Real Madrid 4:3
Im Hinspiel hatte er das Tor bei der 1:2-Niederlage erzielt, nun gelang Davird Trezeguet im Stadio delle Alpi nach zwölf Minuten für Führung für Juve. Alessandro Del Piero erhöhte auf 2:0, anschließend hielt Gianluigi Buffon einen Elfmeter von Figo und Pavel Nedvěd sorgte für die Vorentscheidung. Der Ehrentreffer von Zinédine Zidane, der fünf Jahre lang das Juve-Trikot getragen hatte, war für Real nur noch Ergebniskosmetik.

2004/05: Milan - PSV Eindhoven 3:3 (Milan dank Auswärtstorregel weiter)
Zwölf Monate nach dem spektakulären Comeback durch RC Deportivo La Coruña (das nach einem 1:4 im Hinspiel gegen Milan doch noch weiterkam), hätte PSV um ein Haar die bösen Geister bei Milan erweckt. Die Niederländer unterlagen mit 0:2 im San Siro, doch Ji-Sung Park und Cocu sorgten dafür, dass der Rückstand schnell egalisiert wurde. Massimo Ambrosini erzielte für Milan in der Nachspielzeit das wichtige Auswärtstor und nun brauchte PSV zwei weitere Tore zum weiterkommen. Cocu machte die Sache mit einem Lupfer zwar noch einmal spannend, doch am Ende reichte es nicht. "PSV hat die Partie fast 90 Minuten lang dominiert, so dürfen wir einfach nicht auftreten", meinte Milan-Verteidiger Jaap Stam nach dem Spiel.

2012/13: Borussia Dortmund - Real Madrid CF 4:3
Es war eine One-Man-Show: Robert Lewandowski erzielte im Hinspiel vier Treffer und ließ das 50. Champions-League-Tor von Cristiano Ronaldo fast in Vergessenheit geraten. "Das war heute Fußball pur", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Spiel. "Meine Spieler waren nicht zu halten." Trotzdem wurde es im Rückspiel nochmals spannend, weil Dortmund beste Chancen ausließ und in der Schlussphase nach Toren von Karim Benzema und Sergio Ramos ins Schwimmen geriet. "Wir waren nach dran", meinte Real-Trainer José Mourinho anschließend. "Wenn wir früher getroffen hätten, wäre alles möglich gewesen."

Ergebnisse nach Hin- und Rückspiel