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Mourinho dankbar für Chelseas Hartnäckigkeit

Während José Mourinho sagte, dass Chelsea FC für sein Spiel belohnt wurde, klagte Laurent Blanc darüber, wie das späte Tor von Demba Ba den Halbfinaleinzug von Paris Saint-Germain zerstörte.

Mourinho dankbar für Chelseas Hartnäckigkeit
Mourinho dankbar für Chelseas Hartnäckigkeit ©Getty Images

José Mourinho, Trainer Chelsea
Die Spieler sind unserem Plan gefolgt. Ich war so glücklich über das Ergebnis – wir hatten Glück, denn wir haben das Ergebnis gekriegt, für das wir gekämpft haben. Wenn wir aus welchem Grund auch immer das zweite Tor nicht gemacht hätten, oder sie in der letzten Minuten getroffen hätten, wäre ich immer noch stolz auf meine Jungs gewesen.

Das war gut, ein guter Sieg, aber für Chelsea und mich war es eines von vielen Halbfinals – nichts Außergewöhnliches. Es war gut, denn wir hatten das Hinspiel 1:3 verloren und das noch zu drehen ist immer schwierig. Aber alles ist OK, die Spieler toben nicht in der Kabine herum. Nur zwei Minuten, dann ist es erledigt.

Wir haben genug getan, um schon früher zu treffen, aber es sollte nicht sein. So wie Paris spielen wollte und wie sie es getan haben, war ein großer Unterschied. Sie haben auf Konter gespielt und es uns schwierig gemacht. Wir haben im Training verschiedene Formationen geübt, damit die Spieler auf jede Situation vorbereitet sind. Demba [Ba] hat ein wichtiges Tor für uns gemacht. Wir haben es verdient weiterzukommen, denn die defensivere Mannschaft wurde dafür bestraft. Wir haben das Halbfinale verdient.

Man glaubt immer. Es ist Teil unserer Natur und man weiß ja, wie der Fußball so ist. Letztendlich haben wir heute alles riskiert. In Frankreich dominiert Paris die Liga und der Stil des französischen Fußballs hat nichts mit dem direkten Spiel zu tun, das wir heute gezeigt haben. Die Spieler wussten, was wir tun mussten und wir hatten das Glück, das man auch braucht.

Jeder hat absolut alles gegeben. Meine vier Verteidiger waren wie immer brillant, mein Mittelfeld hat wie die Tiere gearbeitet, David Luiz war ein Monster. Meine Spieler im Angriff versuchten mit ihrer Qualität Chancen herauszuspielen und einige Andere haben es mit körperlichem Einsatz gemacht, während Nando [Torres] und Demba Ba nach ihrer Einwechslung ebenfalls geholfen haben.

Ich freue mich sehr für Ba. Er ist ein guter Stürmer und ein guter Teamplayer. Ich habe ihn vor Fernando Torres gebracht, damit er nicht denkt, dass er nur Stürmer Nummer drei ist. Er hat Paris Probleme gemacht und ich bin so glücklich, dass er das Tor erzielt hat.

Wir stehen im Halbfinale und wenn im Viertelfinale acht fantastische Mannschaften dabei waren, denken Sie mal drüber nach, welche Teams nun im Halbfinale zu finden sind! Alles ist nun möglich, große Gegner warten auf uns. Aber es ist egal, gegen wen es geht, wir haben eine gute Einstellung. Wir werden es sicher genießen, so wie ich den Spielern gesagt hatte, dass sie das Rückspiel im Viertelfinale genießen sollen – wir müssen es genießen, gegen die großen Gegner zu spielen, die auf uns warten. Es ist egal. Real Madrid, Barcelona, Atlético, Bayern, Manchester United? Es ist egal.

Laurent Blanc, Trainer Paris
Wir sind enttäuscht. Man muss einräumen, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft von Chelsea gespielt haben. Ironischerweise sind wir besser ins Rückspiel gekommen als in das erste Spiel. In den ersten 25 Minuten lief alles OK. Wir haben ein entscheidendes Tor nach einem Einwurf bekommen, das hat uns große Probleme verursacht und Chelsea Selbstvertrauen gegeben. In der zweiten Halbzeit haben sie versucht, uns unter Druck zu setzen, uns leiden zu lassen. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt.

Eine ganze Reihe von Sachen hat heute Abend nicht funktioniert und viele andere haben funktioniert. Das erste Gegentor fiel gegen den Spielverlauf und das gab Chelsea Auftrieb. Ich dachte, dass wir vielleicht einen Konter ausnutzen, aber das ist uns nicht gelungen. Chelsea hat daran geglaubt und wurde am Ende belohnt.

Meiner Meinung nach gab es keinen großen Unterschied. Paris hätte weiterkommen können, aber leider für uns war es Chelsea, das weiterkam. Das Niveau der beiden Mannschaften ist meiner Meinung nach sehr ähnlich. Über zwei Spiele gab es kaum Unterschiede zwischen den beiden Mannschaften. Am Ende denke ich, dass Chelseas Erfahrung auf diesem Level den kleinen Unterschied ausgemacht hat.

Wir haben mit drei Stürmern und einem Mittelfeldspieler gespielt, die den Ball halten sollten und ich denke nicht, dass wir das besonders schlecht gemacht haben. Wir haben nur den Durchbruch nicht geschafft. Chelsea konnte uns ein bisschen mehr unter Druck setzen.

Wir wussten dass, egal wie das Spiel ausgeht, wir noch die anderen Wettbewerbe haben [Ligue 1, Französischer Ligapokal] und darauf hoffen wir nun. Aber stellvertretend für den Kader und das Trainerteam möchte ich sagen, dass wir einfach heute nur enttäuscht sind. Wir waren so nah am Halbfinale dran.