Austria ist sich Außenseiterrolle bewusst
Dienstag, 20. August 2013
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Vor dem Spiel gegen Dinamo Zagreb zollte der österreichische Meister dem Gegner höchsten Respekt. Aussichtslos ist die Lage aber vor dem Hinspiel im Maksimir Stadion aber auf keinen Fall.
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Der FK Austria Wien kämpft am Mittwoch-Abend im Maksimir gegen GNK Dinamo Zagreb um den Einzug in die UEFA Champions League. Die Violetten wären die ersten Österreicher in der Königsklasse seit SK Rapid Wien in der Saison 2005/2006 – aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Das wissen alle Beteiligten.
"Sie sind besser und erfahrener als wir. Aber gut, wir werden versuchen mitzuhalten. Wir haben in der Meisterschaft Selbstvertrauen getankt, das ist sehr wichtig vor so einem Spiel", meinte Trainer Nenad Bjelica, dem nach dem 5:0-Generalproben-Kantersieg über den SC Wiener Neustadt sichtlich ein Stein vom Herzen fiel. Denn bis dahin waren die Leistungen des Meisters in dieser Saison nicht unbedingt überzeugend.
"Wir wissen was in unserer Mannschaft steckt, das haben wir über den Sommer nicht verlernt. Wir wissen um was es geht. Entscheidend ist, dass wir ruhig bleiben. Das ist ein superstarke Gegner, da braucht man nicht drüber diskutieren. Aber wir werden auch dort zu unseren Chancen kommen", wusste Kapitän Manuel Ortlechner.
Auch Marko Stanković war sich vor der Abreise der Außenseiterrolle bewusst. "Dinamo ist qualitativ über uns zu stellen." Hoffnungslos sei die Situation aber keineswegs: "Es sind zwei Spiele, da kann viel passieren. Deswegen lebe ich für den Augenblick, ich lebe für den Mittwoch."
Unwissen ist die Austria über die Kroaten mit Sicherheit nicht. "Wir holen uns laufend Informationen von unseren Spielern Ivan Kardum, Marin Leovac und Kaja Rogulj. Die wissen über den Gegner Bescheid, haben teilweise sogar schon gegen sie gespielt", meinte Stanković.
Bjelica wusste auch, auf welche Spieler besonders zu achten ist: "Sie sind individuell eine sehr gute Mannschaft. Technisch sind sie sehr stark. Auf den Seiten haben sie zwei Legionäre. Der algerische Nationalspieler El Arbi Hilal und Sammir. Auf die müssen wir sehr aufpassen."
Aber nicht nur die Wiener streuten dem Gegner Rosen. "Die Austria hat eine disziplinierte Mannschaft. Sie verdienen absoluten Respekt. Wir haben unseren Fans versprochen, unser Bestes zu geben. Die Stimmung in der Umkleidekabine ist dementsprechend positiv", meinte Trainer Krunoslav Jurčić.
"Auf uns warten zwei sehr schwere Spiele. Aber unser Ziel ist die Champions League – und da wollen wir hin. Man darf niemanden unterschätzen. Schon gar nicht die Austria. Sie haben ausgezeichnete Ergebnisse in der Meisterschaft gezeigt", so der angeschlagene Kapitän Josip Šimunić, der trotz Schmerzen einlaufen wird.