Quagliarella - ein Joker mit dem gewissen Etwas
Donnerstag, 28. März 2013
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Fabio Quagliarella feierte mit 29 Jahren sein Debüt in der UEFA Champions League, doch dann gelangen ihm für Juventus in 248 Minuten vier Tore - Bayern sollte gewarnt sein.
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Fabio Quagliarella, der schon bei UEFA-Europameisterschaften und FIFA-Weltmeisterschaften am Ball war, musste bis zu dieser Saison warten, ehe er seine ersten Duftmarken in der UEFA Champions League setzen durfte – und er genießt dabei jede Minute.
"Das ist ein Wettbewerb, den ich schon immer vor dem Fernseher verfolgt habe, daher war es mein Traum, daran teilzunehmen”, sagte Juventus’ Stürmer UEFA.com. “In diesem Jahr habe ich das Glück, mitspielen zu dürfen und es lief bis jetzt richtig gut."
Der Stürmer hat keine Zeit verschwendet, einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen, indem er im ersten Gruppenspiel Juventus mit einem Tor bei Titelverteidiger Chelsea FC zu einem Remis verhalf. "Ich wurde eingewechselt und habe gleich getroffen, deswegen werde ich mein Champions-League-Debüt nie vergessen. Ein Tor, das ich tief in meinem Herzen trage."
"Ich glaube, das war ein entscheidender Moment, weil wir realisierten, dass wir es mit jeder Mannschaft aufnehmen können. Chelsea hatte drei Monate zuvor den Titel gewonnen und wir mussten dort unsere erste Partie bestreiten. Obwohl wir 0:2 in Rückstand gerieten, haben wir nicht aufgegeben und einen tollen Charakter gezeigt – wir haben bis zum Schluss daran geglaubt und wurden am Ende belohnt."
Kurios - nachdem die Turiner am vierten Spieltag ihre Rekordserie in der UEFA Champions League von neun Unentschieden in Folge beendet hatten, gewannen sie die nächsten fünf Spiele in Serie. Quagliarella hat mit vier Toren seinen Teil zu diesem Aufschwung beigetragen, obwohl er nur 248 Minuten auf dem Platz stand – von seinen fünf Auftritten war er nur zweimal in der Startelf. Trotzdem versteht der 30-Jährige die Sichtweise seines Trainers Antonio Conte.
"Der Trainer rotiert jetzt schon zwei Jahren bei den Stürmern", sagte der ehemalige Stürmer von UC Sampodira, Udinese Calcio und SSC Napoli. "In den ersten Monaten versucht man vielleicht zu verstehen, wie er arbeitet, aber nach zwei Jahren weiß man es. Abhängig vom Spiel, abhängig vom Gegner, wechselt er die Stürmer. Daher sind wir alle beruhigt, wir wissen was passiert."
Quagliarella muss deshalb noch warten, bis er weiß, ob er am 2. April im Viertelfinale beim FC Bayern München von Anfang an ran darf. "Ich glaube immer an meine Stärke. Immer, wenn ich auf dem Platz stehe und eine schwere Entscheidung treffen muss, bei der die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler bei 70:30 liegt, riskiere ich es trotzdem."
"Es hat schon sehr oft funktioniert und es macht mich glücklich, wenn es wieder klappt." Wenn Quagliarella auch am nächsten Dienstag in München lächelt, dann wäre das kein gutes Zeichen für die Bayern.