Durch Rotation zur Flexibilität
Freitag, 19. Oktober 2012
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Seit dem Ausfall von Arjen Robben wird im Spiel des FC Bayern immer deutlicher, wie verbessert man diese Saison in Sachen Flexibilität dasteht - und für den Gegner schwerer ausrechenbar ist.
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Er fühlt sich eigentlich fit, fällt aber seit mehreren Wochen permanent aus. Die starken Leistungen vom FC Bayern München in den vergangenen Wochen haben zum Großteil ohne Arjen Robben stattgefunden, da der Niederländer erneut muskuläre Probleme hat. Wie lange die Zwangspause noch andauert, ist ungewiss.
Zweifellos wird der FC Bayern qualitativ noch einen Tick stärker, wenn der 28-Jährige wieder im Kader steht, auch wenn seine Abwesenheit für den Rekordmeister in den vergangenen Spielen keinen großen Nachteil dargestellt hat.
Dank der vielen Neuzugänge im Mittelfeld und im Sturm kann es sich Jupp Heynckes leisten, sein Team vor jedem Spiel auf zwei bis drei Positionen zu ändern. Ob Rotation wirklich eine große Hilfe zur physischen Entlastung von Spielern ist, sei einmal dahingestellt. Zumindest scheint es in dieser noch relativ jungen Saison aber, dass sich die Gegner mit Einstellung und Taktik schwer tun, wenn sie nicht wissen, ob sie zum Beispiel gegen Robben, Thomas Müller oder Xherdan Shaqiri verteidigen müssen.
Flexibilität ist zwar keine neue Waffe im Bayern-Spiel, doch sie ist deutlich verbessert im Vergleich zur vergangenen Saison. Kommt jetzt auch noch Unberechenbarkeit dazu? Gehen wir davon aus, dass Mario Gomez in naher Zukunft fit sein wird, setzt Heynckes dann in manchen Spielen vielleicht auf zwei Stürmer und ein 4-4-2? Angedeutet wurde dies zu Beginn der Saison ja bereits.
Dazu kommt, dass mit Mario Mandžukić ein Stürmer geholt wurde, der oft Situationen gut erkennt und auf die Flügel ausweicht. Ein weiteres Kennzeichen der neuen Flexibilität und definitiv ein verbesserter Aspekt im Offensivspiel. Gomez hat dies zwar auch teilweise getan und seine Defensivarbeit mag besser sein als die des Kroaten, doch Mandžukić ist effektiver wenn es darum geht, nachrückenden Spielern Freiraum zu schaffen. Davon wird sicher auch ein Arjen Robben profitieren, wenn er bald wieder zur Verfügung steht.