Basel und Cluj im Glutofen
Montag, 20. August 2012
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Die erwarteten hohen Temperaturen geben Basels Trainer Heiko Vogel vor dem Duell mit CFR Cluj mindestens so viel zu denken wie der Gegner aus Rumänien.
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Schon vor zwei Jahren trafen der FC Basel 1893 und CFR 1907 Cluj in der UEFA Champions League aufeinander, damals in der Gruppenphase. Um wieder dorthin zu kommen, duellieren sich beide Teams diesmal in den Play-offs und das vermutlich bei tropischen Temperaturen.
Basel spielte zuletzt eine fantastische Saison und zog ins Achtelfinale der Königsklasse ein, dabei warf man unter anderem Manchester United FC aus dem Wettbewerb. Trainer Heiko Vogel hat sein Team aber gewarnt, dass man trotz großer Erwartungen von Seiten der Fans nun wieder bei Null beginnen müsse. "Eine gestiegene Erwartungshaltung hat meistens einen Grund. Wir haben uns das hart erarbeitet. Das heißt aber nicht, dass die Partie gegen Cluj ein Selbstläufer wird", sagte der Deutsche.
"Cluj hat in dieser Saison noch kein Spiel verloren und auch auswärts durchaus überzeugt", fuhr der 36-Jährige fort. "Rumänische Mannschaften sind taktisch immer sehr gut, sie haben zudem noch sechs Portugiesen und zwei Brasilianer im Team, die technisch sehr stark sind. Wir müssen dieses Spiel wie jedes andere angehen und dürfen nicht darüber nachdenken, was hier auf dem Spiel steht."
Basel wird derzeit von einer Hitzewelle heimgesucht, deshalb wurde die letzte Trainingseinheit vor dem Spiel auch morgens und nicht wie geplant um 16 Uhr abends abgehalten. Vogel hat das Wetter durchaus in seine Überlegungen einbezogen. "Wir halten in der Pause Kühlwesten für die Spieler bereit, außerdem müssen die Spieler viel trinken – ich bin froh, dass ich Trainer bin und kein Spieler."
Vogel muss gegen die Rumänen auf Gilles Yapi verzichten, der Mittelfeldspieler muss wegen einer Knieverletzung, die er sich am Samstag beim 2:0-Sieg gegen den FC Lausanne-Sport zugezogen hat, rund einen Monat pausieren.
Alexander Frei wird dagegen zumindest auf der Bank sitzen können, ein Jokereinsatz des Torjägers wäre denkbar. Kapitän Marco Streller möchte nach der Nervenprobe gegen Molde FK in der letzten Runde gerne ein bisschen was vorlegen fürs Rückspiel. "Wir haben Glück, dass wir die Play-offs erreicht haben", gestand er ein. "Yann Sommer hat uns in der Nachspielzeit mit seinem gehaltenen Elfmeter gerettet. Wir haben jetzt zwei Endspiele, aber ich glaube, dass uns die Erfahrung, die wir in ähnlichen Situationen gesammelt haben, weiterhelfen wird."
2010/11 gewann jedes Team in der Gruppenphase sein Heimspiel, doch CFR-Kapitän Cadú glaubt, dass sich seither die Dinge zu Gunsten von Cluj verändert haben. "Ich glaube nicht, dass sie so stark sind wie vor zwei Jahren, wobei wir damals schon die bessere Mannschaft waren", sagte der Abwehrspieler. Trainer Ioan Andone sieht es ähnlich: "Morgen wird es garantiert kein 0:0 geben. Wir müssen mindestens ein Tor schießen und wir werden alles dafür tun."