Basel zwischen Trauer und Trotz
Mittwoch, 22. August 2012
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"Wir müssen den Mund abputzen, wieder aufstehen und auswärts gewinnen", forderte Basels Captain Marco Streller nach dem 1:2 gegen CFR 1907 Cluj.
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Der Frust war spürbar beim FC Basel nach der unerwarteten Heimpleite gegen die Rumänen aus Cluj. In die Enttäuschung über das Ergebnis und die schlechte Ausgangslage fürs Rückspiel mischte sich aber auch Trotz. So gaben sich Trainer Heiko Vogel und die Spieler Marco Streller und Valentin Stocker siegesgewiss fürs Rückspiel: "Wir packen das noch", lautete der Tenor. Derweil gab sich Aleksandar Dragović selbstkritisch.
Heiko Vogel, Trainer FC Basel 1893
Dass wir eine Führung aus der Hand gegeben haben, ist schon unheimlich ärgerlich. Aber wer solche Fehler auf solchem Niveau macht, der wird bestraft. Wir haben im ganzen Spiel sehr viel investiert, aber sind für einmal nicht dafür belohnt worden. Aber was soll ich sagen? Das ist Fußball. Ich verstehe auch die Spieler, dass sie nun enttäuscht sind, ihrem Unmut gegenseitig Luft machen – das gehört dazu. Unsere Ausgangslage fürs Rückspiel ist nun nicht sonderlich gut. Jetzt müssen wir auch auswärts das Spiel machen, und dass das nicht einfach ist, haben wir heute gesehen. Aber: Entschieden ist noch lange nichts; wir haben die Qualität, das noch zu packen.
Marco Streller, Captain und Angreifer FC Basel 1893
Diese Niederlage tut unglaublich weh. 60 Minuten waren wir sehr gut, und verlieren am Ende – das hätte nie passieren dürfen. Wären wir nur im Ansatz so effektiv gewesen wir Cluj, hätten wir 7:2 gewonnen. Klar haben wir uns den einen oder anderen Fehler gemacht, aber, dass wir so hart bestraft werden, ist sehr bitter. Nun müssen wir den Mund abputzen, sofort wieder aufstehen und in Cluj gewinnen. Dass wir dazu in der Lage sind, steht außer Frage.
Valentin Stocker, Mittelfeldspieler FC Basel 1893
Niemand, aber wirklich gar niemand hätte wohl gedacht, dass wir so ein Spiel noch verlieren könnten. Wir haben phasenweise ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und trotzdem verloren – aber dennoch: Wir lassen den Kopf nicht hängen, denn spielen wir in Cluj so gut wie heute, gewinnen wir.
Aleksandar Dragović, Innenverteidiger FC Basel 1893
Wir hätten das Spiel nicht verlieren dürfen, aber wir müssen auch ehrlich sein: Wir haben zweimal geschlafen und hatten zusätzlich noch Glück beim Pfostenschuss kurz vor Ende. Jetzt müssen wir im Rückspiel beweisen, wie gut wir wirklich sind, dann drehen wir das noch.