Spartak und Fenerbahçe auf Augenhöhe
Montag, 20. August 2012
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Unai Emery und Aykut Kocaman, die Trainer von Spartak Moskva und Fenerbahçe, waren bislang nicht zufrieden mit den Auftritten ihrer Teams, beide sind sich jedoch einig, dass es ein ausgeglichenes Duell gibt.
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Zwei Spiele trennen den FC Spartak Moskva und Fenerbahçe SK noch von einer Rückkehr in die Gruppenphase der UEFA Champions League, doch diese beiden Play-off-Partien werden, da sind sich beide Trainer einig, eine hart umkämpfte und völlig offene Angelegenheit.
Spartak durfte vor zwei Jahren letztmals in der europäischen Königsklasse mitmischen, nun soll der Spanier Unai Emery als neuer Trainer für ein Comeback sorgen. Auch auf dem Transfermarkt waren die Russen emsig, so wurden die beiden Mittelfeldspieler Kim Källström und Romulo verpflichtet.
Emery, dessen Team zuerst zuhause antreten muss, macht sich um die Motivation seiner Spieler keine Gedanken. "Alle Fußballer wollen an diesem Wettbewerb teilnehmen", sagte er, "die Champions League ist der prestigeträchtigste Wettbewerb von allen."
Doch Fenerbahçe ist laut Emery ein Gegner auf Augenhöhe. "Wir werden bis zur letzten Sekunde fighten, aber sie bestimmt auch", sagte der Spanier, der die Favoritenrolle weit von sich weist. "Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, jetzt schon von einem Favoriten zu sprechen. Es wird sich erst im Verlauf der Partie zeigen, wer das bessere Team ist, aber unser Gegner gehört in jedem Fall zu den Topteams."
Der russische Vizemeister muss auf den verletzten Källström verzichten, mit Sergei Parshivlyuk und Kirill Kombarov fehlen zudem zwei wichtige Abwehrspieler. Aiden McGeady, der am Sonntag beim 2:1-Sieg gegen den FC Rubin Kazan gesperrt fehlte, dürfte wieder ins Team rücken. Von den ersten fünf Saisonspielen gewann Spartak vier, dennoch sieht Emery noch Luft nach oben, denn "unsere Vorstellungen haben noch ein paar Wünsche offen gelassen".
Fenerbahçes Trainer Aykut Kocaman ist auch nicht so recht glücklich darüber, wie sein Team sich bislang verkauft hat. Der Klub aus Istanbul peilt die erste Teilnahme an der Gruppenphase seit 2008/09 an und Kocaman weiß, dass "wir beweisen müssen, dass wir wieder auf diesem Niveau mithalten können".
"In unserem ersten Champions-League-Spiel gegen Vaslui [in der dritten Runde] haben wir wirklich nicht sehr gut gespielt", gesteht der 47-Jährige ein. "Hinterher habe ich den Spielern gesagt, dass wir uns noch erheblich verbessern müssen, wollen wir ein ernstzunehmender Gegner werden."
Am ersten Spieltag der Süper Lig gab es nur ein 1:1 gegen Aufsteiger Elazığspor, nicht zuletzt deshalb erklärte Kocaman Spartak zum "nominellen Favoriten", er glaubt, dass sich am Ende die Mannschaft durchsetzen wird, die es schafft, dem Gegner ihr Spiel aufzuzwingen.
Mittelfeldspieler Mehmet Topal hat zwei Jahre unter Emery bei Valencia CF gespielt, er sagte: "Emery ist ein Motivationskünstler, der mir viel beigebracht hat. Ich habe vor zwei Tagen mit ihm gesprochen und wir waren uns einig, dass es ein hochinteressantes Spiel wird."