Ambitionierter Artur spricht von Benficas Glaube an sich

SL Benficas Schlussmann Artur ist optimistisch, dass seine Mannschaft "auch die nächste Hürde überwinden kann", nachdem man erstmals seit 2005/06 im Viertelfinale steht.

Axel Witsel feiert nach dem Abpfiff das Weiterkommen
Axel Witsel feiert nach dem Abpfiff das Weiterkommen ©AFP/Getty Images

SL Benficas Schlussmann Artur warnt den Rest Europas, dass seine Mannschaft nicht vorhat, sich nur darüber zu freuen, dass man erstmals seit 2005/06 im Viertelfinale der UEFA Champions League steht.

Der zweifache Sieger des Pokals der europäischen Meistervereine konnte in den letzten Jahren in diesem Wettbewerb zwar nicht weit kommen, doch durch das 2:0 gegen den FC Zenit St Petersburg am Dienstagabend ist man nun wieder unter den besten acht Vereinen zu finden. Nach der 2:3-Hinspielniederlage in Russland traf Maxi Pereira in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:0, ehe der Kontertreffer von Nélson Oliveira kurz vor Schluss dann alles klarmachte.

"Wir haben allen gezeigt, dass wir das Weiterkommen verdient haben und wir haben bewiesen, dass wir eine exzellente Mannschaft haben", sagte Artur, der relativ wenig zu tun bekam, obwohl Zenit nach der Pause noch einmal deutlich mehr in das Spiel investierte. "Wir haben Talent in unserer Mannschaft und wir sind aufgrund unserer Qualität so weit gekommen. Wenn wir bei der Auslosung etwas Glück haben und weiter so gut Fußball spielen wie heute Abend, dann können wir auch die nächste Hürde überwinden."

Dann würden die Adler erstmals in der UEFA Champions League und erstmals seit 1989/90 zu den besten vier Teams gehören - damals verlor man das Endspiel gegen den AC Milan. Das sind auf einmal sehr attraktive Aussichten für eine Mannschaft, die nach den letzten Leistungen recht heftig kritisiert wurde. Nach der Niederlage im Hinspiel gegen Zenit folgten zwei weitere verlorene Spiele, darunter auch das 2:3 in der Liga am Freitag gegen den Hauptrivalen im Meisterschaftsrennen, den FC Porto. Artur glaubt aber, dass man nun seine Form wieder gefunden hat.

"Taktisch gesehen haben wir heute Abend besser agiert, als in unseren letzten Spielen und wir haben uns auch intelligenter angestellt", erklärter der Torhüter, der im letzten Mai vom SC Braga kam. "Wir haben das Spiel ziemlich eng gemacht und unsere Spieler standen immer eng zusammen. Die großen Teams sind immer jene, die wissen, wie man Spiele kontrolliert und ihre Führung verteidigen können."

Wie Artur, so ist auch Axel Witsel ein Sommerneuzugang und der Mittelfeldspieler betonte, dass er von R. Standard de Liège nach Portugal kam, um genau solche Spiele zu erleben. "Definitiv - wir wussten, dass es kein einfaches Spiel werden würde, aber wir haben zu Hause vor unseren eigenen Fans gespielt und waren es uns selber schuldig, das Spiel zu gewinnen", sagte der belgische Nationalspieler, dessen schnelles Schalten das Führungstor ermöglichte.

"Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten viel Ballbesitz und haben viele Chancen herausgespielt. Es war natürlich wichtig, dass wir genau vor der Pause getroffen haben. Ich habe den Ball kontrolliert, einfach abgezogen und dann kam der Ball zurück zu mir, ich habe ihn dann mit der Hacke abgelegt und Maxi war hinter mir und hat ihn ins Netz gesetzt."

"Ich bin mit mir selbst und der ganzen Mannschaft zufrieden, denn jetzt stehen wir im Viertelfinale. Der Anfang der zweiten Halbzeit war schwer für uns, aber nach 15 bis 20 Minuten waren wir wieder im Spiel, danach lief es besser."