2003/04 AS Monaco FC - Real Madrid CF 3:1: Bericht
Freitag, 8. Juli 2011
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"Die Spieler haben ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte geschrieben" - Didier Deschamps
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Nachdem Real Madrid CF innerhalb von vier Jahren zweimal die UEFA Champions League gewonnen hatte, rechnete eigentlich jeder mit dem vierten Einzug ins Halbfinale in Folge. Doch ein 4:2-Sieg aus dem Hinspiel sollte den Madrilenen im ausverkauften Stade Louis II nicht reichen. Angeführt von Fernando Morientes, der ganz nebenbei auch noch von Real ausgeliehen war, gelang dem AS Monaco FC ein großartiges Comeback.
Morientes hatte gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber bereits im Santiago Bernabéu getroffen, und wie sich herausstellen sollte, war dieses späte Tor gegen entfesselt aufspielende Spanier mehr wert als zunächst angenommen. Anfangs gab es aber wenig Anzeichen dafür, dass das Rückspiel anders verlaufen würde. Raúl González brachte die Königlichen in der 36. Minute per Kopfball in Führung und löste Ferenc Puskás damit als erfolgreichsten Real-Torjäger aller Zeiten ab. Doch Monaco ließ sich von dem Rückschlag nicht beirren.
Das Spiel drehte sich dann kurz vor der Pause zu Gunsten der Franzosen. Nach einem schönen Diagonalpass von Patrice Evra legte Morientes den Ball per Kopf zurück auf Ludovic Giuly, der fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und die Kugel schlug unten links neben dem Pfosten ein. Das Team von Didier Deschamps brauchte aber immer noch zwei Tore, wobei das erste davon bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff fallen sollte. Nach einer Flanke von Evra köpfte Morientes den Ball zur 2:1-Führung in die Maschen - für den Spanier war es das siebte Tor im neunten Spiel.
Um ein Haar hätte der frühere Madrilene erneut getroffen, doch nach Vorlage von Hugo Ibarra scheiterte er an Real-Schlussmann Iker Casillas. Die Franzosen merkten nun, dass gegen Real etwas gehen könnte. Édouard Cissé war Mitte der zweiten Halbzeit der Inbegriff des Siegeswillens. Zunächst stoppte er einen Angriff von Real, behauptete den Ball unter großem Druck und besaß dann auch noch die Geistesgegenwart, Ibarras Flachpass auf Giuly durchzulassen, der den Ball mit der Hacke durch die Beine von Roberto Carlos ins Tor beförderte.
Monaco, das in der Schlussphase in Person von Shabani Nonda und Gaël Givet zweimal den Pfosten traf, musste aber nochmal zittern. Zunächst wurde Raul wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen und in der Nachspielzeit verfehlte er das Tor nach einem Pass von Zinédine Zidane nur knapp. Am Ende zogen die Monegassen zum zweiten Mal in die Vorschlussrunde ein.
"Heute haben die Spieler ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte geschrieben, sowohl für den AS Monaco als auch für den französischen Fußball", freute sich Deschamps. "Es zeigt, dass im Fußball alles möglich ist, wenn man nur fest genug daran glaubt." Und Monaco war noch lange nicht fertig.