Shakhtars Lucescu bleibt realistisch
Montag, 11. April 2011
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Mircea Lucescu braucht mit dem FC Shakhtar Donetsk nach dem 1:5 im Hinspiel gegen den FC Barcelona ein Wunder, aber sein Gegenüber Josep Guardiola warnt: "Wir haben das Duell noch nicht gewonnen."
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Wohl niemand glaubt ernsthaft daran, dass der FC Shakhtar Donetsk nach der 1:5-Pleite im Hinspiel gegen den FC Barcelona das Wunder vollbringt und irgendwie doch noch das Halbfinale der UEFA Champions League erreicht. Wirklich niemand? Barcelonas Trainer Josep Guardiola tut zumindest so, als würde er dem Braten noch nicht trauen.
Mircea Lucescu, Trainer von Shakhtar
Wir haben enorme Probleme in der Abwehr. [Răzvan] Raţ ist gesperrt, [Dmytro] Chygrynskiy ist noch nicht wieder fit und [Olexandr] Chyzhov und [Olexandr] Kucher haben ihre Reha noch nicht ganz beendet. Es sieht so aus, als würde [Mykola] Ishchenko zum Einsatz kommen. Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass er vor zweieinhalb Jahren gegen Barcelona im Heimspiel auf dem Platz war.
Ich hoffe, dass die Spieler ihre beste Leistung abrufen, damit wir ein gutes Ergebnis einfahren. Natürlich sind unsere Chancen auf ein Weiterkommen sehr gering, aber wir wollen einen guten Weg finden, um aus dieser Situation herauszukommen. Die Champions League ist eine unbezahlbare Erfahrung für uns. Wir haben so viele wichtige Dinge gelernt, die uns weiterbringen. Wir haben in London gegen Arsenal und im Camp Nou nicht wegen der mangelnden Qualität unseres Teams verloren.
Shakhtar hat starke und talentierte Spieler, aber in Barcelona haben wir uns zu sehr mit der Stärke des Gegners beschäftigt. Im Hinspiel haben wir ihnen so drei Geschenke gemacht. Es ist ein Fehler, wenn jemand glaubt, dass Barcelona nur wegen den Stars so gut ist. Josep Guardiola hat seine Mannschaft perfekt organisiert.
Josep Guardiola, Trainer von Barcelona
Wir spielen unseren ganz normalen Stil, aber ein paar Details hängen von Shakhtars Taktik ab. Das Spiel ist keine Übungseinheit für die Partie gegen Real Madrid am Samstag. Trotz der 1:5-Niederlage ist das Team von Lucescu sehr stark, ansonsten hätten sie wohl kaum das Viertelfinale erreicht.
Uns erwartet ein ernsthafter Test. Wir sollten unsere Aufgabe in der Champions League erledigen, bevor wir uns auf das Santiago Bernabéu vorbereiten. Ich will nochmals wiederholen: Wir haben das Duell noch nicht gewonnen. Im Fußball ist alles möglich, aber wir werden hart arbeiten, damit Shakhtar das Wunder nicht mehr schafft.
Rund um die Teams
• Shakhtar
Laut Lucescu besteht eine "Chance von 20 %", dass Darijo Srna zum Einsatz kommt. Der Kapitän leidet seit dem Wochenende an einer Oberschenkelverletzung, zudem wird Dmytro Chygrynskiy (Knöchel) gegen seinen ehemaligen Verein zum zweiten Mal ausfallen und auch Olexandr Kucher (Knie) und Olexandr Chyzhov sind nicht dabei. Luiz Adriano droht aufgrund von muskulären Problemen auszufallen und Răzvan Raţ ist gesperrt.
• Barcelona
Carles Puyol und Bojan Krkićsind nicht mit in die Ukraine gereist. Der Verteidiger laboriert seit dem 22. Januar an Knieproblemen, während Bojan am Samstag ebenfalls eine Knieverletzung davontrug und sechs bis acht Wochen fehlen wird. Andrés Iniesta ist gesperrt.
Letztes Pflichtspiel
Samstag: Shakhtar - FC Obolon Kyiv 0:1
(86. Kucherenko)
Für Shakhtar war es wettbewerbsübergreifend die erste Heimpleite seit 56 Spielen. Zuletzt waren sie vor eigenem Publikum am 22. Oktober 2008 beim 0:1 gegen Sporting Clube de Portugal als Verlierer vom Platz gegangen.
Samstag: Barcelona - UD Almería 3:1
(53. Elfmeter, 90.+2 Messi, 64. Thiago; 50. Corona)
Lionel Messi war erstmals seit fünf Spielen wieder erfolgreich und schraubte sein Torkonto in dieser Saison auf 50 Treffer in 51 Spielen für Verein und Nationalmannschaft hoch.
Hätten Sie es gewusst?
David Villa erzielte beim 2:0-Sieg von Valencia CF in der Gruppenphase 2006/07 gegen Shakhtar beide Treffer. Zudem kam er auch im Oktober 2006 beim 2:2-Remis in der Ukraine im Rückspiel zum Einsatz.
Mehr Information zum Spiel finden Sie im Hintergrund.