Crouch voller Zuversicht und Motivation
Freitag, 11. Februar 2011
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Peter Crouch ist zuversichtlich, dass der Erfolg von Tottenham Hotspur FC in der Gruppenphase kein Zufall war. Nun geht es im Achtelfinale gegen den AC Milan.
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Tottenham Hotspur FC konnte mit vielen Toren und dem Erfolg gegen Titelverteidiger FC Internazionale Milano in der Vorrunde der UEFA Champions League überraschend positiv auf sich aufmerksam machen.
Die Londoner müssen nun versuchen, im Achtelfinale gegen Inters Erzrivalen AC Milan zu bestehen. Doch laut Stürmer Peter Crouch hat man keine Angst vor einem der erfolgreichsten Vereine der Europapokalgeschichte. Tottenham stand im Oktober 2008, als Harry Redknapp die Mannschaft übernahm, auf einem Abstiegsplatz - seitdem ging es stetig bergauf. Nun will man sich in der Elite etablieren.
Crouch sagte zu UEFA.com: "Viel hat sicher mit dem Trainer zu tun. Ich denke, dass Tottenham lange unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Der Trainer ist neu gekommen und hat der Mannschaft offensichtlich gutgetan, aber ich denke, wir spielen nun endlich so, wie das schon lange der Fall hätte sein müssen. Wir spielen um die Champions-League-Plätze und man spricht sogar darüber, dass wir irgendwann mal die Meisterschaft gewinnen können, und ich denke, dass das passieren wird."
"Der Trainer hat uns den Glauben an uns selbst gegeben, und wir würden gerne glauben, dass wir unter die ersten Vier kommen können und uns jedes Jahr für die Champions League qualifizieren können", fügt Crouch hinzu. "Wir haben Inter Milan geschlagen, wir haben bisher einige tolle Spiele abgeliefert. Ich denke nicht, dass wir uns vor irgendetwas fürchten müssen. Wir werden nach Milan gehen und so spielen wie immer und versuchen zu gewinnen."
Die Statistik zeigt, wie offensivstark sich Tottenham in der UEFA Champions League präsentiert hat - mit 18 Toren erzielten sie gemeinsam mit Nachbar Arsenal FC die meisten Volltreffer in der Gruppenphase. In jedem Spiel inklusive der Play-offs konnten sie mindestens zwei Tore feiern. Crouch glaubt, dass das an der Breite des Kaders der Spurs liegt. "Ich habe schon mit Liverpool in der Champions League gespielt. Diese Mannschaft hier ist so gut wenn nicht sogar besser als jener Kader."
Gegen Milan unterlag Crouch 2007 mit Liverpool im Endspiel der UEFA Champions League. Er selber durfte damals in Athen nur die letzten zwölf Minuten mitwirken. "Wir haben mit einem Stürmer gespielt und ich dachte, dass wir vielleicht etwas offensiver hätten agieren können. Ich war schon ein bisschen frustriert, auf der Bank gewesen zu sein." Während Rafael Benítez, der damalige Liverpool-Coach, "manchmal etwas vorsichtig" war, so sei Redknapp das Gegenteil: "Er liebt es einfach, wenn gute Spieler angreifen."
Trotz allem - Raum für Verbesserungen besteht natürlich noch: "Es gab ein paar Mal, da sind wir nicht gut in die Spiele gekommen und lagen zurück. Wenn wir das abstellen können, gibt es für uns glaube ich keine Grenzen."
Der Sieg gegen Inter in London ließ viele Fans zurückdenken an Tottenhams glorreiche Abende in den frühen 1960ern, als die Elf von Bill Nicholson 1961/62 das Halbfinale der Königsklasse erreichte und im Folgejahr den UEFA-Pokal-der-Pokalsieger holte. "Der Verein hat eine große Geschichte. Ich kenne sie und so geht es auch vielen meiner Mitspieler, denn man wird daran erinnert, wenn man die Bilder in der White Hart Lane sieht. Das sind die Leute, denen wir es nachmachen wollen. Wenn wir so erfolgreich wie sie sein können, haben wir unser Ziel erreicht."
Oder kann die gegenwärtige Spurs-Mannschaft dies sogar noch übertreffen und das Endspiel erreichen? Dieses findet ja immerhin am 28. Mai in London - um genau zu sein im Wembley-Stadion - statt. "Wir haben schon den Titelverteidiger geschlagen und ich denke, dass wir uns in diesem Wettbewerb wohlfühlen. Ich glaube wirklich, dass wir zu Hause jeden schlagen können, warum sollten wir also nicht sogar den Wettbewerb gewinnen?"