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Casillas lobt Reals junge Wilde

Iker Casillas ist mit Real Madrid seit 2004 regelmäßig im Achtelfinale der UEFA Champions League ausgeschieden, doch mit Spielern wie Khedira und Özil soll nun alles anders werden.

Casillas lobt Reals junge Wilde
Casillas lobt Reals junge Wilde ©UEFA.com

Wenn man für Real Madrid CF spielt, hängt einem manchmal die Vergangenheit wie ein Mühlstein um den Hals. So geht es zumindest Torhüter Iker Casillas, wenn er über das Scheitern der Königlichen in der UEFA Champions League nachdenkt, denn seit 2004 ist Real in schöner Regelmäßigkeit im Achtelfinale ausgeschieden.

Gegenüber UEFA.com erklärte Casillas: "Das hat sich bei uns im Kopf festgesetzt und sich mittlerweile zu einer Art Trauma entwickelt, vor allem für Spieler wie mich, die schon so lange mit dabei sind. Ich habe das jetzt schon ein paarmal mitgemacht, aber die jungen Spieler haben bei ihren jeweiligen Klubs ganz andere Erfahrungen gemacht, deshalb dürfte es sie nicht so belasten wie mich. Es ist mehr ein Problem für den Klub, der seit sechs Jahren regelmäßig einen Rückschlag erleidet."

Casillas ist aber überzeugt, dass das aktuelle Team unter José Mourinho dieses Achtelfinaltrauma überwinden wird, zu makellos waren bislang die Auftritte in Gruppe G, die Real nach drei Siegen und einem Remis souverän anführt. Als Reals dienstältester Spieler verspürt der Weltmeister-Torhüter unter dem neuen Trainer einen frischen Wind im Santiago Bernabéu. "Die Ankunft von Mourinho bedeutete auch die Ankunft von neuen Spielern – jungen Spielern mit viel Talent, die ehrgeizig, leidenschaftlich und selbstbewusst sind. Ich denke, bei uns herrscht eine ganz andere Stimmung als früher."

Zwei der Neuzugänge, die beiden Deutschen Sami Khedira und Mesut Özil, haben es Casillas besonders angetan, beide werden eines Tages - so prophezeit er - "absolute Weltklassespieler" sein. Und weiter meint er: "Beide, Mesut und Sami, sind sehr ernsthafte Jungs, die versucht haben, sich so schnell wie möglich zu integrieren. Das ist nicht so einfach für sie, da sie eine andere Sprache sprechen und es nicht so leicht ist, eine neue Sprache schnell zu lernen, aber die Mannschaft hat sie soweit möglich unterstützt, um ihnen das Einleben zu erleichtern. Das Team verhält sich ein bisschen wie eine Familie, wie lachen sehr viel und kümmern uns um alle Spieler, vor allem um die jüngeren."

In der UEFA Champions League benötigt Real diese Woche nur einen Punkt gegen den AFC Ajax, um sicher im Achtelfinale zu stehen, doch Casillas warnt davor, die Niederländer auf die leichte Schulter zu nehmen. "Für uns ist es wichtig, dass wir nicht mit einem Punkt zufrieden sind – das wäre ein schlechter Ansatz. Wir wollen uns mit einem Sieg qualifizieren und den ersten Platz in der Gruppe sichern, dann können wir das letzte Gruppenspiel etwas gelassener angehen."

Im Juli gewann Casillas mit Spanien die FIFA-WM in Südafrika, am 3. Spieltag der Königsklasse absolvierte er in Mailand sein 104. Spiel in diesem Wettbewerb und überholte damit Oliver Kahn in der ewigen Torhüter-Bestenliste der UEFA Champions League. Sein Debüt hatte er mit 18 Jahren im September 1999 beim 3:3 bei Olympiacos FC gefeiert, als er  den verletzten Bodo Illgner vertrat.

Er beendete die damalige Saison mit dem 3:0-Finalsieg gegen Valencia CF und denkt noch heute gerne an dieses Spiel zurück: "Ich war gerade 19 geworden und in so einem wichtigen Finale zu spielen war einfach unglaublich, nur vier Tage nach meinem 19. Geburtstag." Nun hat er einige Spieler in seinem Team, die gerne - mit seiner Hilfe - eine ähnliche Erfahrung machen würden.

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