Alenichev traut Spartak alles zu
Donnerstag, 18. November 2010
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Dmitri Alenichev, einstiger Mittelfeldstar bei Spartak Moskva, lobt im Gespräch mit UEFA.com Spartaks Trainer Valeri Karpin und erzählt Überraschendes über seinen "zweiten Vater" José Mourinho.
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Dmitri Alenichev, früher Spieler, heute Fan vom FC Spartak Moskva, hat die starken Auftritte der Russen in der UEFA Champions League mit großer Genugtuung verfolgt. Die Moskauer liegen in Gruppe F an zweiter Stelle, Trainer ist Alenichevs früherer Teamkollege und Freund Valeri Karpin. UEFA.com hat sich mit Alenichev über Spartak, den russischen Fußball und José Mourinho unterhalten.
Hat Sie die Verpflichtung von Karpin als Spartak-Trainer überrascht?
Ich kenne Valera und weiß, dass er nie damit gerechnet hätte, hier so schnell Cheftrainer zu werden, er hat mir mal vor einiger Zeit gesagt, dass er seine Zukunft nicht im Fußball sieht. Aber er bekam die Chance, im Team von Spartak mitzuarbeiten und hat sie genutzt. Ich finde, dass er von Monat zu Monat an Statur gewonnen hat. Ich gehe nach wie vor zu jedem Spiel von Spartak und sehe viele Verbesserungen. Er ist ein fanatischer Arbeiter, er arbeitet 24 Stunden am Tag und denkt nur an Fußball. Es musste mit ihm einfach so kommen. Ich wünsche ihm jedenfalls von ganzem Herzen Erfolg auf seinem weiteren Karriereweg.
PFC CSKA Moskva stand letzte Saison im Viertelfinale der UEFA Champions League, diese Saison schlägt sich Spartak sehr gut. Sehen wir eine Wiedergeburt des russischen Fußballs?
Natürlich helfen uns dabei auch die vielen ausländischen Stars, die bei uns spielen. Spartak kann die Erfolge von CSKA und Zenit St. Petersburg durchaus wiederholen. Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn wir manchmal nur kleine Schritte machen. Deshalb kann Spartak auch eines Tages die Champions League gewinnen.
Wie kommt es, dass die letzten vier Meister in Russland alle nicht aus der einstigen Hochburg Moskau gekommen sind?
Auch außerhalb Moskaus gibt es Leute, die fußballbegeistert sind und sehr viel Geld in den Fußball investieren. So war das zum Beispiel bei Rubin Kazan, die zuletzt ja zwei Meisterschaften in Folge gewonnen haben. Jetzt ist es Zenit, die viele, teure Spieler verpflichtet haben. Schade, dass sie es nicht in die Champions League geschafft haben, aber ich glaube fest, dass Zenit eine große Zukunft hat. Mittlerweile gibt es auch außerhalb Moskaus gute Voraussetzungen, um den Titel mitzuspielen.
Welche Erinnerungen haben Sie an das Endspiel der UEFA Champions League 2004, als Sie für den FC Porto getroffen haben?
Das war der Höhepunkt meiner Spielerlaufbahn; es war eine fantastische Belohnung für die ganze harte Arbeit. Talent alleine reicht nicht - man muss immer sehr hart dafür arbeiten und das habe ich gerne getan. José Mourinho hat mit uns den UEFA-Pokal und die Champions League gewonnen, das war eine unglaubliche Leistung.
Mourinho kam zu Ihrem Abschiedsspiel nach Moskau. Wie verstehen Sie sich?
Ich nenne ihn gelegentlich meinen zweiten Vater. Er hat so viel für mich getan. Ich kann eigentlich nur Gutes über ihn sagen, da reicht die Zeit gar nicht aus. Er ist ein fantastischer Trainer und eine bemerkenswerte Persönlichkeit, der mir immer noch sehr oft mit Ratschlägen hilft. Wir treffen uns, wann immer es geht. Als er in Moskau gegen CSKA gespielt hat, haben wir uns natürlich getroffen. Wir haben eine sehr enge Beziehung, ich wünsche ihm jetzt denselben Erfolg wie bei Chelsea, Inter und Porto.