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Europas Königsklasse vor großem Jahr

Drei europäische Großklubs sind in der Gruppe G zusammengelost worden. Doch der Kampf zwischen AC Milan, Real Madrid CF und AFC Ajax ist nur eine der spannenden Geschichten der kommenden Monate.

Europas Königsklasse vor großem Jahr
Europas Königsklasse vor großem Jahr ©UEFA.com

Seit der Auslosung am 26. August in Monte Carlo sieht es so aus, als könne diese Saison in der UEFA Champions League zu einem echten Klassiker avancieren.

Der AFC Ajax hat den Wettbewerb schon vier Mal gewonnen, aber Trainer Martin Jol nimmt erstmals an der UEFA Champions League teil. Trotzdem glaubt er, dass seine Mannschaft in der Gruppe G für Überraschungen gegen Real Madrid CF, AC Milan und AJ Auxerre sorgen kann.

Didier Deschamps konnte als Kapitän mit Olympique de Marseille die allererste Ausgabe der UEFA Champions League gewinnen, ehe er mit Juventus erneut triumphierte, bevor er 2004 den AS Monaco FC bis ins Endspiel führte. Der ehemalige französische Nationalspieler möchte OM nun erstmals über die Gruppenphase hinausführen.

Der Gejagte ist derselbe Mann, dem Monaco und Deschamps damals als Trainer des FC Porto unterlegen waren: José Mourinho. Mit dem FC Internazionale Milano siegte er letzte Saison im Finale gegen den FC Bayern München und hat nun den erfolgreichsten Klub überhaupt in diesem Wettbewerb übernommen: Real Madrid.

Keiner sollte den Willen Mourinhos in Zweifel ziehen, auch mit Madrid wieder zu siegen. "Das ist der Wettbewerb der Wettbewerbe", sagte er UEFA.com. "Nicht nur der wichtigste, sondern auch der größte Wettbewerb im Fußball. Nur wenige Trainer konnten ihn mit zwei verschiedenen Vereinen gewinnen. Meine große Ambition ist es nun, es als erster mit drei verschiedenen Vereinen zu schaffen."

Bei allem Respekt für Mourinhos Ambitionen, es dürfte schon schwer genug sein, die Gruppe G zu gewinnen. Zuerst geht es gegen eine Ajax-Mannschaft, die unter Jol an glorreiche Zeiten anknüpfen möchte. "Bei Ajax wird man zuerst ins Museum eingeladen um all die Pokale zu bewundern. Es gibt nicht viele Klubs mit mehr Trophäen", sagte der Niederländer zu UEFA.com.

"Wir haben die UEFA Champions League zuletzt 1995 gewonnen und es ist vielleicht unmöglich, sie noch einmal zu gewinnen. Aber aufgrund unserer Historie ist das für uns sehr wichtig. Die Heimspiele sind immer ausverkauft, was zeigt, wie wichtig das unseren Fans ist. Hoffentlich können wir die alten Zeiten wiederbeleben."

Die Schwierigkeit der Aufgabe, die vor Milans Trainer Massimiliano Allegri liegt, erweckt vielleicht Sympathie für den 43-jährigen Debütanten in der Königsklasse. Er muss die Neuzugänge Robino und Zlatan Ibrahimović integrieren und sicherstellen, dass die Rossoneri aus dieser schweren Gruppe weiterkommen. Drei der vier Vereine in dieser Sektion haben zusammen 20 Mal den wichtigsten Pokal im europäischen Vereinsfußball gewonnen.

Allegris Ton war daher etwas lakonisch, als er UEFA.com sagte, dass es sich dort um "faszinierende Spiele handelt." Der ehemalige Trainer von Cagliari Calcio führte aus: "Solche Spiele legen den Fokus direkt auf die UEFA Champions League. Es ist mein drittes Jahr in der Serie A, und den AC Milan in diesem prestigeträchtigen Wettbewerb zu trainieren ist fantastisch."

Während Sir Alex Ferguson in der Gruppe C mit Manchester United FC gegen seinen alten Co-Trainer Walter Smith bestehen will, der nun bei Rangers FC die Verantwortung trägt, gibt es auch in der Gruppe F eine Auseinandersetzung zwischen Schüler und Lehrer. Dort bekommt es Marseilles Deschamps mit seinem alten Trainer bei Juventus zu tun: Carlos Ancelotti, der nun für Chelsea FC die Verantwortung trägt. Jeder konnte als Spieler zwei Mal diesen Pokal holen, nur Ancelotti gelang das bisher auch als Trainer.

Der Franzose sagte gegenüber UEFA.com: "Ohne Zweifel und Nachdenken ist das der schönste Wettbewerb überhaupt. Ich habe in ihm gespielt, ich habe in ihm gecoacht und die Atmsophäre, die Umwelt und die Medienpräsenz – alles ist da. Du spielst gegen die besten Spieler der Welt. Das ist das höchste Level."
Ancelotti sieht es ähnlich, besonders nun, da das Endspiel im Wembley-Stadion stattfindet. "Für Chelsea ist es genauso wichtig, die UEFA Champions League zu gewinnen, wie ein Triumph in der Premier League es ist", meinte er zu UEFA.com. "Letzte Saison sind wir Meister geworden, und es wäre toll, wenn wir in London nun der europäische Meister werden könnten."

Obwohl Inter Claudio Ranieri und AS Roma in der letzten Saison knapp die Meisterschaft wegschnappte, ist Ranieri der Europapokal wichtiger als die nationale Dominanz. "Der Wunsch eines jeden Römers ist es, die UEFA Champions League zu gewinnen, denn sie verloren vor vielen Jahren ihr einziges Finale gegen Liverpool nach Elfmeterschießen. Daher ist es normal, dass die Stadt monatelang oder gar jahrelang ausflippen würde, denn das wäre der größte und wichtigste Pokal, den die Roma-Fans gewinnen wollen."

Es ist ein Wettbewerb, bei dem am Start alle den gleichen Traum haben, auch wenn mit Tottenham Hotspur FC, FC Twente, Bursaspor, Hapoel Tel-Aviv FC, SC Braga und MŠK Žilina sechs Vereine zum allersten Mal überhaupt teilnehmen.

Der FC Basel 1893 ist überhaupt erst zum dritten Mal mit von der Partie und muss sich in Gruppe E gleich mit dem letztjährigen Finalisten Bayern München sowie der Roma und dem CFR 1907 Cluj auseinandersetzen. Das ficht Trainer Thorsten Fink aber nicht an. "Wir wollen Nutzen daraus ziehen, dass wir der Außenseiter sind und entweder Zweiter oder Dritter werden", sagte er. Die Zeit für Worte ist nun fast vorbei. Lasst die Spiele beginnen.

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