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"Müssen wir es so spektakulär machen?"

Nach dem Thriller von Genua fragte sich Werder-Trainer Thomas Schaaf stellvertretend für die ganze Fußballgemeinde: "Müssen wir das immer so spektakulär machen?" Auch seine Spieler waren durchaus selbstkritisch.

"Müssen wir es so spektakulär machen?"
"Müssen wir es so spektakulär machen?" ©UEFA.com

Es war wieder einmal ein emotionaler Europapokalabend in Grün-Weiß. 92 Minuten sah es so aus, als ob der SV Werder Bremen bei UC Sampdoria die Segel würde streichen müssen, 0:3 lagen die Hanseaten hinten, dann schlug Markus Rosenberg in der dritten Minute der Nachspielzeit zu und schoss den Bundesligisten in die Verlängerung. Die stand dann ganz im Zeichen der Werderaner, für die Claudio Pizarro nach 100 Minuten den entscheidenden Treffer zum Weiterkommen erzielte. Bremens Trainer Thomas Schaaf fragte sich hernach, "warum wir es immer so spektakulär machen müssen". Sowohl Torsten Frings und Marko Marin sprachen davon, wie Sampdoria in der Verlängerung immer kraftloser geworden sei.

Thomas Schaaf, Trainer Werder Bremen
Ich weiß nicht warum wir es immer so spektakulär machen müssen. Nach 13 Minuten waren wir so in Not, dass uns jede Situation, die auf uns zugekommen ist, richtig Probleme gemacht hat und gefährlich war. Dann in der zweiten Halbzeit konnten wir uns Gott sei dank auch befreien und haben verdientermaßen die Treffer gemacht. Und das, nachdem wir das dritte Gegentor kassiert hatten, obwohl wir vorher schon die Chancen gehabt hatten. Anscheinend ist das mit dieser Mannschaft nicht anders möglich, als dass wir uns immer wieder in Not bringen und uns dann selber daraus befreien müssen. Das zeichnet uns aber auch aus.

Wir hätten schon viel früher den Weg über Marko Marin suchen müssen, denn er hat seinem Gegenspieler Stankevičius große Probleme bereitet. Ich hatte gefordert, immer wieder über ihn zu spielen, aber wir haben das noch zu wenig gemacht. Er hat sich reingekämpft und seine Qualitäten bewiesen.

Torsten Frings, Kapitän Werder Bremen
Sowas wie heute Abend darf natürlich nach unserer Ausgangsposition nicht passieren. Durch Fehler, die wir gemacht haben, haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Wir wussten aber immer, dass wir noch weiter kommen können. Gott sei dank hat Rosi das Tor gemacht. Er hat super reagiert, obwohl er in Bremen keinen leichten Stand hat. In der Verlängerung hat man gesehen, dass wir fitter sind und zu Recht gewonnen haben. In der Champions League ist das Niveau so hoch, dass jeder Fehler bestraft wird.

Marko Marin, Werder Bremen
In der ersten Halbzeit war es schwer, sich vorzustellen, dass wir noch weiterkommen. Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben schwach gespielt. Ich habe auch Zeit gebraucht, um in diese Partie reinzukommen. Ich habe ja auch lange nicht gespielt. Je länger das Spiel dauerte, desto leichter war es für mich, in die Zweikämpfe hineinzukommen. Zum Glück hat es dann für uns noch geklappt. Nach dem 3:1 und in der Verlängerung haben wir schon gespürt, dass Genua mit seinen Kräften am Ende ist, und das haben wir dann auch ausgenutzt.

Markus Rosenberg, Werder Bremen
Das Tor ist wichtig für die Mannschaft aber auch für mich. Ich habe letztes Jahr nicht so viel gespielt und mich gut vorbereitet in dieser Saison. Ich habe mitgekriegt, dass ich nur hereingekommen bin, weil kein Trikot [für den blutenden Sandro Wagner] mehr da war. Das war etwas komisch für mich, aber dann habe ich ja getroffen. Ich gebe mein Bestes wenn ich reinkomme.

Claudio Pizarro, Werder Bremen
Das war ein schwieriger Abend für uns, aber am Ende sind wir der Sieger und das ist das Wichtigste. Wir haben nicht gut begonnen und die zwei Gegentore waren ein bitterer Schlag. Die zweite Halbzeit haben wir ein bisschen besser gespielt. Ich verstehe das aber auch nicht, warum uns sowas immer passiert. Das kostet viel zu viel Kraft. Vielleicht müssen wir lernen, uns von Anfang an besser zu konzentrieren. Ich habe schon bei Bayern München ab und zu schon so gespielt [als hängende Spitze], aber am Anfang hat das nicht so gut geklappt.

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