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Hapoel will seine Chance nutzen

Sowohl Hapoel Tel-Aviv FC als auch der FC Salzburg wollen zum ersten Mal in die Gruppenphase, doch nach dem 3:2-Auswärtssieg im Hinspiel haben die Israelis die deutlich besseren Karten.

Hapoel durfte im Hinspiel in Österreich gleich dreimal jubeln
Hapoel durfte im Hinspiel in Österreich gleich dreimal jubeln ©AFP

Hapoel Tel-Aviv FC will es bei der zweiten Teilnahme an der UEFA Champions League zum ersten Mal in die Gruppenphase schaffen. Auf dem Weg dorthin müssen sich die Israelis gegen den FC Salzburg durchsetzen, der ebenfalls noch nie in der Gruppenphase stand.

• Nach dem Hinspiel in Österreich hat Hapoel die deutlich besseren Karten. Torhüter Vincent Enyeama verwandelte bereits in der dritten Minute einen Elfmeter zur Gäste-Führung. Nikola Pokrivač gelang zwar in der 28. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich, doch Ben Sahar (44.) und Etay Shechter (53.) stellten das Ergebnis auf 3:1 für Hapoel. Roman Wallner markierte in der 67. Minute per Elfmeter den 2:3-Endstand aus Sicht der Salzburger.

• Hapoel ist in diesem Wettbewerb noch ziemlich unerfahren und hatte in der UEFA Champions League erst ein Duell mit einem österreichischen Gegner, in der zweiten Qualifikationsrunde 2000/01 mit dem SK Sturm Graz. Die Grazer gewannen damals zu Hause mit 3:0 und in Tel-Aviv mit 2:1.

• Der israelische Meister hat sich diesmal in der zweiten Qualifikationsrunde gegen FK Željezničar aus Bosnien-Herzegowina durchgesetzt (5:0 zu Hause, 1:0 auswärts). Anschließend folgte eine 0:1-Hinspielniederlage bei FK Aktobe in Kasachstan, ehe das Rückspiel in Tel Aviv mit 3:1 gewonnen wurde.

• In der letzten Saison hatten die Mozartstädter in den Play-offs eine andere israelische Mannschaft als Gegner, Maccabi Haifa FC. Salzburg unterlag im Hinspiel zu Hause mit 1:2, das Rückspiel in Israel verlor man sogar mit 0:3.

• Für die Salzburger war es das dritte Mal innerhalb von vier Jahren, dass sie an der letzten Hürde vor der Gruppenphase gescheitert sind. 2007/08 und 2006/07 verloren sie in der dritten Qualifikationsrunde gegen den FC Shakhtar Donetsk (insgesamt mit 2:3) bzw. Valencia CF (insgesamt mit 1:3).

• Salzburg durfte sich im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde über einen 5:0-Heimsieg gegen HB Tórshavn freuen, die 0:1-Rückspielniederlage auf den Färöer Inseln fiel nicht ins Gewicht. In der dritten Qualifikationsrunde holten die Bullen im Hinspiel ein 1:1-Unentschieden bei AC Omonia, ehe der zypriotische Meister im Rückspiel zu Hause mit 4:1 bezwungen wurde.

Hintergrund
• Nach dem ersten Kräftemessen mit einem österreichischen Gegner (gegen Sturm) hat Hapoel bessere Erfahrungen mit einem Team aus dem Alpenland gemacht. 2002/03 gewannen die Israelis in der ersten Runde des UEFA-Pokal insgesamt mit 4:1 gegen den FC Kärnten (4:0 auswärts, 0:1 beim Heimspiel in Sofia).

• In der letztjährigen Gruppenphase der UEFA Europa League hatte es Hapoel mit dem SK Rapid Wien zu tun. Zu Hause gab es einen 5:1-Erfolg, Itay Shechter, Gil Vermouth und Mehran Lala waren dabei unter den Torschützen. Auswärts siegte Hapoel mit 3:0, dabei trafen Avihay Yadin und Vermouth.

• In der letzten Saison war das Duell mit Haifa Salzburgs zweite Begegnung mit einem Verein aus Israel. 1994/95 gewannen die Österreicher in der Vorrunde der UEFA Champions League insgesamt mit 5:2 gegen den gleichen Gegner (2:1 auswärts, 3:1 zu Hause).

Rund um die Teams
• Salzburgs Innenverteidiger Rabiu Afolabi und Hapoel-Torhüter Vincent Enyeama standen beide bei der FIFA-Weltmeisterschaft in diesem Sommer im nigerianischen Kader. Afolabi kam zweimal zum Einsatz, Enyeama bestritt alle drei Partien seiner Mannschaft.

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