Alles offen für Partizan und Anderlecht
Mittwoch, 18. August 2010
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FK Partizan - RSC Anderlecht 2:2
Zuerst war dieses Hinspiel in Serbien eine ganz enge Angelegenheit, ehe vier Tore in den ersten 13 Minuten nach dem Seitenwechsel fielen.
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RSC Anderlecht und FK Partizan werden am Dienstag beide noch voller Hoffnung in das Playoff-Rückspiel gehen, nachdem in den ersten 13 Minuten der zweiten Halbzeit vier Tore fielen.
Nach einer nervösen ersten Halbzeit nahm das Spiel nach der Pause so richtig an Fahrt auf, als die ersten vier Torschüsse allesamt im Gehäuse landeten. Zuerst traf Anderlecht, nachdem Guillaume Gillet einen starken Antritt in den Strafraum mit einem ähnlich wuchtigen Kopfball abschloss, ehe der bisherige Toptorschütze in der laufenden Saison, Cléo, sein sechstes Tor erzielte und ein Eigentor von Jan Lecjaks den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Partizan durfte allerdings nicht lange feiern, dann glich Roland Juhász zum 2:2 aus, so dass in Belgien alles offen ist.
Diese verrückten 13 Minuten waren ein starker Kontrast zu der äußerst vorsichtigen ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften vor allem darauf bedacht waren, auf keinen Fall ein Gegentor zu kassieren. Das ist auch nachvollziehbar, denn vor einem Jahr lag Anderlecht nach 45 Minuten gegen Olympique Lyonnais bereits mit 0:4 hinten und durfte den Traum von der Gruppenphase begraben, während Partizan bisher nur ein einziges Mal an der UEFA Champions League teilnehmen konnte.
Die beiden Veteranen von jener Spielzeit 2003/04, Ivica Iliev und Saša Ilić, trugen die meisten Angriffe des serbischen Meisters nach vorne. Iliev verursachte vor allem Probleme für Ondřej Mazuch auf der linken Seite, doch meistens kam Partizan nicht an Anderlechts Mittelfeldschwergewicht Cheikhou Kouyaté vorbei. Radosav Petrović sollte ebenfalls vor der Abwehr abräumen und hatte wenig Arbeit zu verzeichnen.
Die zweite Halbzeit sollte dann ganz anders verlaufen. Gillet öffnete die Schleusen, schraubte sich ohne Gegenspieler empor und köpfte Lecjaks perfekte Flanke mit einem kraftvollen Kopfstoß ein. Lecjaks war wohl drei Minuten später am Ausgleich schuld, als er Cléo nicht begleitete, so dass der Brasilianer den Ball über Silvio Proto ins Tor befördern durfte.
Es wurde noch schlimmer für den Linksverteidiger, der sich beim Versuch, die Flanke von Illiev zu klären, verschätzte und den Ball volley ins lange Eck des eigenen Tores einschoss. Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein: Kanus Einwechslung nach gut einer Stunde ging zuerst ein wenig unter, doch dann reagiert er nach einem Freistoß am schnellsten, legte den Ball in den Laufweg von Juhász, der den Ausgleich gar nicht mehr verpassen konnte.