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Gent und Dury sind bereit zum "Zugriff"

Vor etwas mehr als drei Jahren war Gents neuer Trainer Franck Dury noch Polizist, jetzt geht es für seine Mannschaft beim Debüt in der UEFA Champions League gegen den FC Dynamo Kyiv.

Gent feiert ausgelassen den Sieg im belgischen Pokalfinale
Gent feiert ausgelassen den Sieg im belgischen Pokalfinale ©AFP

Bis zum März 2007 setzte sich das Arbeitsleben von Franck Dury aus dem belgischen Polizeidienst und dem Job als Teilzeittrainer zusammen. Aber jetzt gestaltet sich die Situation etwas anders, führt er doch sein Team als neuer Trainer von KAA Gent beim Debüt in der UEFA Champions League an.

Diese neue Erfahrung in Europas höchstem Wettbewerb ist die Belohnung für den zweiten Platz Gents in der ersten belgischen Liga in der Saison 2009/10, wobei es in der dritten Qualifikationsrunde sogleich gegen den FC Dynamo Kyiv geht. Vergangene Saison war es Michel Preud'homme, der die Buffaloes zur Vizemeisterschaft und zum Sieg im belgischen Pokal führte, anschließend aber völlig überraschend beim FC Twente den scheidenden Steve McClaren beerbte und damit das Kommando an Dury weitergab.

"Bereits nach dem ersten Treffen mit Gent war ich mir sicher", erklärte dieser. "Ich wusste, dass es der richtige Verein zum richtigen Zeitpunkt ist. Auch wenn sie nur den viert- oder fünftgrößten Etat in der Liga haben, bin ich der Meinung, dass es jedes Jahr möglich ist, Vizemeister zu werden und sich damit für die UEFA Champions League oder die UEFA Europa League zu qualifizieren. Ich möchte mit Gent wirklich etwas erreichen. Preud'homme war sehr erfolgreich, und das würde ich gerne fortsetzen."

Die UEFA Champions League ist im beeindruckenden Lebenslauf Durys, der den Spitznamen "belgischer Ferguson" trägt, der aktuell letzte Eintrag. Davor führte er den SV Zulte Waregem in nur vier Jahren von der dritten Liga in die höchste belgische Spielklasse und richtete damit das Scheinwerferlicht auf eine Trainerkarriere, die alles andere als gewöhnlich verlief. Denn ebenso wie viele seiner Kollegen bei Zulte Waregem war er nur Halbprofi und gab erst vor drei Jahren seinen regulären Beruf auf, um sich voll und ganz dem Profifußball zu widmen.

Während sich Zulte Waregem unter seiner Leitung prächtig entwickelte, wurde Gent auf ihn aufmerksam und verpflichtete den 52-Jährigen Ende Mai. Jetzt müssen Verein und Trainer den hohen Ansprüchen der UEFA Champions League gerecht werden, wobei diese Herausforderung Dury keine Sorgen bereitet.

"Die Mannschaft ist bereit für Kiew, aber wir müssen unser Passspiel noch verbessern", erklärte der Trainer, nachdem sein Team am Freitag im belgischen Superpokal mit 0:1 gegen den RSC Anderlecht verloren hatte. "Wir dürfen nicht so oft wie letzte Saison in Rückstand geraten. Ich habe eine fantastische Mannschaft, die in den letzten Monaten extrem hart an sich gearbeitet hat. Was wir jetzt brauchen, ist ein wenig Glück."

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