Messi und Rooney verzaubern Europa
Montag, 29. März 2010
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In den Viertelfinals der UEFA Champions League kommt es zu Neuauflagen vergangener Endspiele, mit Lionel Messi und Wayne Rooney werden dabei zwei derzeit überragende Akteure in den Hauptrollen stehen.
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Die Auslosung zu den Viertelfinals der UEFA Champions League wird beim FC Barcelona und Manchester United FC gute Erinnerungen hervorgerufen haben. Beide haben es mit Vereinen zu tun, gegen die sie einst große Triumphe in ihrer Klubgeschichte einfahren konnten.
Titelverteidiger Barcelona trifft in der Neuauflage des Endspiels von 2006 auf Arsenal FC und United bekommt es mit dem FC Bayern München zu tun, den man 1999 in einem höchst dramatischen Finale im Camp Nou bezwingen konnte. Dank zweier Superstars könnten auch die jetzigen Duelle zu denkwürdigen Höhepunkten werden.
Lionel Messi musste 2006 verletzungsbedingt im Endspiel passen, aktuell jedoch ist er aus Barcelonas Team nicht wegzudenken. Dank seiner phänomenalen Vorstellungen - wie zum Beispiel beim 4:0-Erfolg gegen VfB Stuttgart - gehen den Sportjournalisten Europas langsam die Superlative aus. Gegen den VfB markierte er einen Doppelpack, in der Liga gelangen ihm zuletzt sogar zwei Hattricks hintereinander. Arsenal ist nicht zu beneiden, auch wenn mit Cesc Fàbregas ihr Kapitän immer besser in Form kommt. Der Spanier begann einst seine Karriere bei den Katalanen und ist natürlich besonders motiviert.
Neben Fàbregas und Messi, die in der Jugend zusammengespielt haben, wird auch Thierry Henry im Mittelpunkt stehen. Der ehemalige Torjäger von Arsenal kehrt am Mittwoch erstmals seit seinem Weggang von den Gunners wieder in den Norden Londons zurück.
Dank des Kantersiegs gegen den FC Porto im Achtelfinale stellt Arsenal die torgefährlichste Mannschaft des Wettbewerbs. Insgesamt 17 Tore haben sie erzielt, allerdings folgt danach bereits United mit 16 Toren. Wie Messi hat Rooney wettbewerbsübergreifend bereits 32 Saisontreffer erzielt und war allein gegen den AC Milan über Hin- und Rückspiel vier Mal erfolgreich.
Die Bayern wissen also, was auf sie zukommt. Der Rekordmeister nahm bereits auf dem Weg zum Titelgewinn 2000/01 für die ominöse Finalniederlage von 1999 Revanche an den Red Devils, dennoch wird man die Erinnerungen an die Last-Minute-Pleite im Camp Nou wohl niemals ganz los. Damit es auch diesmal keine Enttäuschung gibt, hofft man natürlich auf die beiden Superstars Arjen Robben und Franck Ribéry.
In Frankreich blickt man gespannt auf das Duell zwischen Olympique Lyonnais und dem FC Girondins de Bordeaux am Dienstag. Sicher gehört das von Laurent Blanc trainierte Bordeaux zu den Überraschungen des diesjährigen Wettbewerbs, aber Lyon hat vielleicht die bisher größte Sensation geschafft, in dem sie im Achtelfinale gegen Real Madrid CF triumphierten. Um gegen den aktuellen französischen Meister zu bestehen, müssen sie aber eine ähnliche Form abrufen, denn Bordeaux gewann die letzten sieben Spiele in der Königsklasse hintereinander und hat im ganzen Wettbewerb erst drei Gegentore kassiert.
Erstmals seit der Saison 1998/99 sind im Viertelfinale noch sechs Nationen vertreten und PFC CSKA Moskva ist sogar die erste russische Mannschaft, die es bis in die Runde der letzten Acht geschafft hat. Gegen den FC Internazionale Milano müssen sie nochmals über sich hinauswachsen, denn dem Team von José Mourinho ist nach dem Sieg gegen Chelsea FC wirklich alles zuzutrauen. 45 Jahre nach dem letzten Triumph sind die Italiener mehr als heiß darauf, den Titel wieder nach Mailand zu holen.