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Die Trophäe der UEFA Champions League

Wie wird sie genannt? Wie schwer ist sie? Hier werden die Details über den weltweit begehrtesten Pokal des Klubfußballs erklärt.

Die Trophäe der UEFA Champions League
Die Trophäe der UEFA Champions League UEFA via Getty Images

Welchen Stellenwert hat die Trophäe der Champions League?

Die Champions-League-Trophäe ist die begehrteste Trophäe im weltweiten Vereinsfußball und wird den Siegern des Wettbewerbs nach dem jährlichen Finale überreicht.

Wie groß ist die Trophäe der Champions League?

Der aktuelle Champions-League-Pokal ist 73,5 Zentimeter groß und 7,5 Kilogramm schwer.

Er ist etwas leichter als der Henry-Delaunay-Pokal. Der wird den Siegern der UEFA-Europameisterschaft überreicht und wiegt etwa 8 Kilogramm.

Beide sind etwas leichter als die Pokale für die Conference League (11kg) und die Europa League, die mit 15 Kilogramm die schwerste der wichtigsten UEFA-Trophäen ist.

Paris Saint-Germain jubelt erneut mit der Trophäe der Champions League

Wie heißt die Trophäe für die Champions League?

Der Pokal wird einfach "Champions-League-Trophäe" genannt. Auf der Inschrift vorne auf dem Pokal steht aber "Coupe des Clubs Champions Européens".

Diese Bezeichnung geht auf den originalen Titel des Wettbewerbs zurück, der lange als Pokal der europäischen Meistervereine bezeichnet wurde.

Die Trophäe wurde nicht geändert, als der Pokal der europäischen Meistervereine 1992/93 zur Champions League wurde. Die Inschrift ist also eine Erinnerung an die lange und illustre Geschichte des Wettbewerbs.

Bekommt der Sieger die Trophäe und darf sie auch behalten?

Gemäß der offiziellen Regularien bleibt der Original-Pokal, der bei der offiziellen Präsentation beim Finale und anderen offiziellen Events genutzt wird, für immer im Besitz der UEFA. Eine Replika-Trophäe mit den gleichen Maßen wie der Original-Pokal erhält der Sieger des Wettbewerbs.

Die Siegermannschaft erhält zusätzlich 50 Goldmedaillen, der unterlegene Finalist 50 Silbermedaillen.

Sah die Trophäe der Champions League schon immer so aus?

 Alfredo Di Stefano mit der Original-Trophäe 1956
Alfredo Di Stefano mit der Original-Trophäe 1956Popperfoto via Getty Images

"Der Henkelpott" (wie die aktuelle Trophäe auch genannt wird) hatte noch nicht immer so große "Ohren". Der Pokal, der damals vom französischen Sportmagazin "L'Équipe" gestiftet wurde und beim ersten Finale 1956 übergeben wurde, hatte noch viel kleinere Henkel.

Wer hat eine originale Anfertigung des Pokals?

Ein Verein, der den Titel dreimal in Folge oder fünfmal insgesamt holt, darf den Pott behalten, besagt eine Regel aus der Saison 1968/69. Danach startet jeder Klub wieder bei Null.

Fünf Teams haben daher eine Original-Version der Trophäe in der Vitrine stehen:

Real Madrid (nach dem sechsten Sieg 1966)
Ajax (nach dem dritten Sieg hintereinander 1973)
Bayern (nach dem dritten Sieg hintereinander 1976)
Milan (nach dem fünften Sieg 1994)
Liverpool (nach dem fünften Sieg 2005)

Die Regel wurde vor der Saison 2008/09 geändert, jetzt bleibt die Originaltrophäe bei der UEFA und die Klubs erhalten eine Replik, in der ihre Namen eingraviert sind.

Der aktuelle Pokal ist die fünfte Version des aktuellen Designs.

Celtic war das erste Team, das den Pokal in seiner heutigen Form gewann.
Celtic war das erste Team, das den Pokal in seiner heutigen Form gewann.Popperfoto via Getty Images

Wer war für das Design der Champions-League-Trophäe verantwortlich?

Der Pokal wurde von Jürg Stadelmann in Bern (in der Nähe des UEFA-Hauptsitzes) gestaltet und hergestellt. Er wurde vom damaligen UEFA-Generalsekretär Hans Bangerter dafür beauftragt, nachdem Real Madrid nach dem Triumph 1966 den Pokal behalten durfte.

Stadelmann erinnerte sich: "Mein Vater Hans und ich gingen zum Büro von Herrn Bangerter und legten den ganzen Boden mit Skizzen aus. Er sagte etwas wie 'die Bulgaren würden den unteren Teil lieben. Die Spanier würden dies mögen, aber die Italiener jenes und die Deutschen ein Teil von dem.' Wir haben das Design wie ein Puzzle zusammengesetzt."

Es dauerte 340 Stunden, um den Pokal fertigzustellen, dabei musste Stadelmann eine klare Frist einhalten. "Ich weiß noch, dass er bis zum 28. März fertig sein musste", so Stadelmann, "weil ich geheiratet habe und mit meiner Frau zu einem zehntägigen Bootsausflug nach Los Angeles aufbrechen wollte. Ich habe den Feinschliff übernommen, ehe der Graveur, Fred Bänninger, letzte Hand angelegt hat. Rechtzeitig, wie ich zum Glück sagen darf."

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