Pereira genießt das Leben in Porto
Freitag, 11. Dezember 2009
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Álvaro Pereira, Verteidiger des FC Porto, erzählte den Usern im Chatroom von uefa.com etwas über Stärken und Philosophie seines Vereins und sein neues Leben in Portugal.
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Der uruguayische Nationalverteidiger Álvaro Pereira hat seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer von CFR 1907 Cluj zum FC Porto überzeugt. Nach dem 3:0-Sieg in der Gruppenphase der UEFA Champions League gegen Club Atlético de Madrid sagte er im Chat mit den Usern von uefa.com, dass seine Mannschaft jedes Team schlagen könne, weshalb es ihm egal sei, welchen Gegner Porto am kommenden Freitag für das Achtelfinale zugelost bekommt. Der 24-Jährige, der erst 2008 von AA Argentinos Juniors zu CFR wechselte, zeigte sich begeistert über die Philosophie seines neuen Vereins, er sprach über das Leben in Portugal und darüber, dass er sich bei PlayStation-Fußballspielen nie selbst aufstellt.
Edwinarizqi: Porto hat gegen Atlético überzeugend gewonnen. Warum hat die Mannschaft so gut gespielt?
Álvaro Pereira: In diesem Spiel waren wir stark, und wir arbeiten hart daran, in jeder Partie gut zu spielen. Wir wachsen als Mannschaft. Unsere letzten Leistungen gegen Rio Ave, Guimarães und selbst Chelsea [am 5. Spieltag] waren exzellent. Ich persönlich bin darüber erfreut.
robi.janezic: Wie fühlen Sie sich nach der Gruppenphase?
Pereira: Das war für uns eine positive Gruppenphase. Das Spiel gegen Atlético lief gut, aber wir hatten das Gefühl, dass wir sogar die Gruppe hätten gewinnen können. Dennoch ist Gesamtergebnis positiv.
Jeremy: Gegen welche Mannschaft würden Sie am liebsten im Achtelfinale spielen?
Pereira: Ich habe keine wirkliche Vorliebe. Wir glauben einfach an uns selbst und daran, dass wir uns weiter entwickeln werden. In dieser Phase sind alle Mannschaften schwer zu spielen, aber Porto hat gezeigt, dass wir jedes Team schlagen können.
LionHeart: Glauben Sie, dass Porto noch einmal das Finale der Champions League erreichen kann?
Pereira: Ziel ist es, von Spiel zu Spiel zu denken. Es gibt eine Möglichkeit, die Champions League zu gewinnen, aber von diesem Punkt sind wir noch weit entfernt. Aber wie ich schon sagte, wir haben gezeigt, dass wir jede Mannschaft schlagen können.
Tiago: Sind die Spieler im Vergleich zur Liga für die Champions League zusätzlich motiviert?
Pereira: Nein. Wir wissen, dass die Spiele ganz andere sind, aber die Verantwortung ist die gleiche. Wenn wir im Estádio do Dragão Spiele in der portugiesischen Liga bestreiten, spielen die Mannschaften defensiv oder auf Konter. In der Champions League ist das anders. Die Mannschaften spielen offensiver. Dennoch gehen wir an jedes Spiel mit der gleichen Einstellung heran.
Paulo_2005: Warum haben sie bei Porto unterschrieben und nicht bei Benfica?
Pereira: Ich habe die Frage schon zuvor beantwortet: In vier Minuten habe ich mich entschieden. Porto ist portugiesischer Meister, das ist eine große Mannschaft in Europa, und ich bin hierher gekommen, um Pokale zu gewinnen.
Paulo_2005: Porto ist als ein Klub mit einer Siegermentalität und einer starken Führungsmannschaft bekannt. Was ist Ihre Meinung über den Verein?
Pereira: Porto hat die perfekte Philosophie für eine Fußballmannschaft. Vom ersten Tag an haben sie alles getan, so dass ich nur über das Siegen nachdenken muss. Wir müssen Spiele und Wettbewerbe gewinnen, wir müssen alles gewinnen. Darüber bin ich glücklich, weil ich ebenfalls jedes Spiel gewinnen will.
Mittens77: Was ist nach Ihrem Wechsel nach Europa für Sie am schwierigsten? Was fehlt Ihnen, wenn Sie an Uruguay denken?
Pereira: In Rumänien, wo ich angefangen habe, hatte ich mehr Probleme mit dem Wetter - es war sehr kalt - und auch mit der Sprache. Hier in Portugal ist es leichter, nicht nur wegen der Sprache, sondern weil andere Südamerikaner im Kader sind. Ich fühle mich wie zuhause. Aber ich vermisse meine Freunde, meine Familie und das Leben in Uruguay. Ich habe Uruguay verlassen, als ich 18 war, um in Argentinien zu spielen. Aber in Europa zu spielen, davon habe ich immer geträumt, und es hat mich in die uruguayische Nationalmannschaft gebracht. Deshalb kann ich es nur positiv sehen.
Mittens77: Haben Sie Portugiesisch gelernt? Wie einfach ist es für Sie, Ihre Mannschaftskollegen zu verstehen?
Pereira: Ich habe schon in Cluj mit den portugiesischen Spielern gesprochen, und das hat mir bei meiner Integration geholfen. Aber hier ist es noch einfacher, weil Portugiesisch dem Spanischen sehr ähnlich ist.
Paul: Was denken Sie über die Gruppengegner, mit denen es Uruguay bei der FIFA-WM zu tun bekommt?
Pereira: Derzeit freue ich mich noch über die Qualifikation, die schwierig aber verdient war. Ich denke über die WM nach, wenn ich mit Porto die Meisterschaft gewonnen habe.
Mancoblanco: Spielen Sie Fußball-Computerspiele? Wie ist es, wenn man sich in einem Computerspiel selbst sieht?
Pereira: Wenn ich Zeit habe, dann spiele ich gerne PlayStation-Spiele und Fußballspiele - aber nicht mit mir in der Mannschaft.