Morientes kündigt hartes Duell an
Montag, 7. Dezember 2009
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Für 90 Minuten wird die Freundschaft ruhen. Wenn Fernando Morientes mit Olympique de Marseille auf Real Madrid CF trifft, gibt es für ihn auch ein Wiedersehen mit seinem Freund Raúl González.
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Für 90 Minuten wird die Freundschaft ruhen. Wenn Fernando Morientes mit Olympique de Marseille auf Real Madrid CF trifft, gibt es für ihn auch ein Wiedersehen mit seinem Freund Raúl González. Da Olympique aber unbedingt gewinnen muss, ist für Sentimentalität auf dem Rasen kein Platz.
Gemeinsame Anfänge
Im Jahre 2003 verließ Morientes die Königlichen und heuerte zunächst bei AS Monaco FC an, ehe er anschließend bei Liverpool FC spielte. Seine erfolgreichste Zeit allerdings hatte er in Spanien, wo er zusammen mit Raúl drei Mal die UEFA Champions League gewann und zudem auch zwei Meistertitel feierte. Morientes und Raúl bildeten eines der gefährlichsten Sturmduos Europas: "Ich kenne ihn schon seit fast 15 Jahren", so Morientes. "Wir haben uns bei der [FIFA-]U20-Weltmeisterschaft 1995 kennen gelernt. Ich glaube, ich war damals 19 und er 18 Jahre alt. Wir waren jung und hatten extrem viel Spaß, da mitzumachen."
Hohe Erwartungen
Spanien wurde am Ende Vierter und Morientes erinnert sich noch heute an die Lehren des Turniers: "Ich glaube, dieser Moment war einer der schönsten unserer Karrieren. Wenn man für die Junioren-Nationalmannschaften spielt, spürt man den Druck nicht, den man im Verein bekommt. Man lebt den Fußball in einer ganz anderen Art und Weise. Wir waren Teenager und standen ganz am Anfang. Und wir waren hungrig auf Erfolg und hatten hohe Erwartungen. Diese Erinnerungen an die gemeinsame Zeit, die Spiele und die Trainingseinheiten bedeuten mir sehr viel."
Auf dem Weg zur Legende
Morientes sollte ab 1997 dann langfristig an der Seite Raúls spielen, denn in jenem Sommer wechselte er von Real Zaragoza in die Hauptstadt. Schnell wuchs auch die Freundschaft mit Raúl weiter an: "Wer das Glück hat, Raúl zu kennen, der weiß genau, was man an ihm hat. Er ist ein ganz normaler Mensch und ein guter Freund. Man konnte schon früh erkennen, dass er einen großartigen Charakter und das Zeug dazu hat, in der Geschichte von Real Madrid einen wichtigen Platz einzunehmen. Wenn wir jetzt gegeneinander spielen, begrüßen wir uns vor der Partie und nehmen uns danach die Zeit, um uns ein wenig auszutauschen."
Besondere Momente
Trotz der Freundschaft wird es im Stade Vélodrome sicher zur Sache gehen, denn Marseille muss gegen Madrid gewinnen, während sich die Königlichen ein Remis oder sogar eine Niederlage mit maximal zwei Toren Unterschied erlauben können, um in das Achtelfinale einzuziehen. Morientes hofft darauf, seinem ehemaligen Arbeitgeber ähnlich wie in der Saison 2003/04 ein Bein stellen zu können. Damals erzielte er für Monaco in beiden Viertelfinals einen Treffer gegen Real und trug maßgeblich dazu bei, dass Madrid frühzeitig die Segel streichen musste. "Wenn man gegen sie spielt, ist es immer etwas Besonderes - erst Recht in diesem großartigen Wettbewerb."