Vargas sorgt für Viola-Glück
Dienstag, 24. November 2009
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ACF Fiorentina - Olympique Lyonnais 1:0
Durch einen verwandelten Strafstoß von Juan Vargas zogen die Viola erstmals seit zehn Jahren in die nächste Runde ein.
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Der ACF Fiorentina hat sich durch einen Sieg gegen Olympique Lyonnais in Florenz zum ersten Mal seit zehn Jahren für das Achtelfinale der UEFA Champions League qualifiziert. Durch den von Juan Vargas verwandelten Strafstoß konnte sich die Mannschaft aus der Serie A schon vor dem letzten Spieltag der Gruppe E entscheidend durchsetzen.
Unterschiedliche Halbzeiten
Cesare Prandelli hatte vorher von seiner Mannschaft gefordert, durch einen Sieg vorzeitig weiterzukommen und ein Endspiel am 6. Spieltag bei Liverpool FC zu vermeiden. Die Fiorentina kam dieser Aufforderung in einer tollen ersten Halbzeit nach, als man zwei Mal das Aluminium traf, bevor man in der 28. Minute dann die Führung erzielte. Die zweite Halbzeit dagegen war von Nervosität geprägt, und Sébastien Frey musste gegen Lisandro in der Endphase entscheidend eingreifen, bevor die Heimfans das erste Weiterkommen aus der Gruppenphase seit 1999/2000 feiern durften.
Reflexe von Lloris
Den Gästen fehlten einige Verteidiger, so dass die Viola gleich von Beginn an das Kommando übernahmen. Besonders Varga sorgte auf der linken Seite immer wieder für Probleme. Die Neuigkeiten von der frühen Führung Liverpools machten die Runde, doch die Entschlossenheit der Heimmannschaft schien das nur zu verstärken. Nur das Aluminium und die Reflexe von Hugo Lloris verhinderten die Führung der Fiorentina.
Chancen der Viola
Mario Santana zeigte sein außergewöhnliches Können, als er Vargas' Flanke mit der Brust annahm und per Volley vollendete. Als der Ball vom Pfosten zurückprallte, verwertete Alberto Gilardino den Abpraller, doch Loris konnte den Ball noch parieren. Bei der resultierenden Ecke war Gilardino erneut zur Stelle, dieses Mal aber kam der Ball vom langen Pfosten zurück.
Belohnung durch Marchionni
Bafétimbi Gomis und Cris verpassten Flanken des starken Miralem Pjanić nur knapp, aber sonst hatte das Team von Claude Puel wenig zu bieten. Der Strafstoß, der am Ende die Entscheidung war, war der Lohn für die Gastgeber, die mehr in das Spiel investierten. Marco Marchionni setzte einem schon verloren geglaubten Ball nach, eroberte ihn gerade so vor Aly Cissokho und wurde dann von dem Innenverteidiger zu Boden gebracht. Vargas verlud Lloris beim resultierenden Strafstoß und erzielte das einzige Tor der Partie.
Starker Pjanić
Das außerordentliche Talent von Pjanić schien da noch die beste Chance Lyons auf ein Comeback zu sein. Der 19-Jährige versuchte sein Glück in der zweiten Halbzeit zwei Mal aus der Distanz. Die Gigliati hatten allerdings mehr vom Spiel und hätten ihre Führung fast ausgebaut, als Gilardino nach einem Pass von Marchionni zu lange zögerte, ehe der Letztere durch eine Notgrätsche von Cissokho gerade noch am Torerfolg gehindert wurde.
Frey rettet
Gilardino selbst hatte nach Vorarbeit von Riccardo Montolivo und Lorenzo De Silvestri eine noch bessere Chance, doch aus zwölf Metern setzte der ungedeckte italienische Stürmer die Flanke am Tor vorbei. Nun konnte man die Angst der Heimmannschaft mehr und mehr spüren, diesen Sieg vielleicht doch noch aus der Hand zu geben. In der Schlussphase wurde es tatsächlich auch noch einmal eng: Frey faustete einen weit entfernten Freistoß von Pjanić hinweg, parierte einen verdeckten Schuss von Jean II Makoun und sah sich in den letzten Sekunden dem durchgebrochenen Lisandro gegenüber, der ihn zu einer weiteren phantastischen Parade zwang. Frey und die Fiorentina aber hielten das 1:0 fest, das nach dem Schlusspfiff sofort für intensive Jubelszenen sorgte.