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Van der Sar will es noch mal wissen

Nach langer Verletzungspause feiert Edwin van der Sar in Moskau sein Comeback in der UEFA Champions League, uefa.com hat sich mit dem Niederländer unterhalten.

Edwin van der Sar im Gespräch mit uefa.com
Edwin van der Sar im Gespräch mit uefa.com ©Getty Images

Bei seinem letzten Auftritt im Luzhniki-Stadion zu Moskau parierte Edwin van der Sar im Endspiel der UEFA Champions League 2008 gegen Chelsea FC den entscheidenden Elfmeter von Nicolas Anelka und bescherte Manchester United FC damit den dritten Triumph in der Königsklasse. Nach längerer Verletzungspause feiert der 38-jährige Niederländer heute in Moskau bei PFC CSKA Moskva sein Comeback im Tor von ManU. Im Exklusiv-Interview mit uefa.com gewährte der sonst eher zurückhaltende Van der Sar einige interessante Einblicke in sein Seelenleben.

uefa.com: 2009 wurden Sie erstmals zum UEFA-Klub-Torhüter des Jahres gewählt, ein schönes Gefühl?

Edwin van der Sar: Das hat mich wirklich gefreut. Klar kann ich schon auf eine ganz schön lange Karriere zurückblicken, in der ich viele Titel gewonnen habe. Doch so eine individuelle Auszeichnung ist eine tolle Erfahrung und eine große Ehre.

uefa.com: Sie sind mittlerweile stolze 38 Jahre alt, kann man da noch problemlos im Profigeschäft mithalten?

Van der Sar: Der Fußball sprengt alle Grenzen. Er wird immer härter und schneller, es wird von Jahr zu Jahr schwerer, auf Topniveau mitzuhalten. Jedes Jahr gibt es neue Regeln, neue Bälle oder neue Taktiken. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung, man muss immer seinen Torhüterkollegen im Verein eine Nasenlänge voraus sein. Man muss sich auch immer wieder beweisen, sei es in der Liga, der Champions League oder der Nationalmannschaft.

uefa.com: War die letzte Saison trotz der Finalniederlage in der UEFA Champions League gegen den FC Barcelona ein Erfolg?

Van der Sar: Na ja, … es war kein überragender Erfolg. Bis auf dieses eine Spiel lief die Saison ziemlich gut , wir haben viele Titel gewonnen, doch am Ende muss man nur noch ein Spiel gewinnen, das ist natürlich das große Ziel, ich will immer so viel gewinnen, wie nur möglich, und dann verliert man das wichtigste Spiel des Jahres. Und für ein paar Tage fühlt man sich dann richtig mies, dann muss man das abhaken und sich entspannen.

uefa.com: Wie stark war Barcelona an diesem Abend in Rom?

Van der Sar: Ich denke, wir waren … ziemlich stark. Doch sobald sie das 1:0 geschossen hatten, haben sie uns das Leben sehr schwer gemacht. Die ersten zehn Minuten waren wir die bessere Mannschaft, wir hatten einige Chancen, die wir nicht genutzt haben. Dafür hat uns Barcelona bestraft. Das tut natürlich weh, sehr sogar. Doch in dieser Saison nehmen wir einen neuen Anlauf.

uefa.com: Letzte Saison blieben Sie 1334 Minuten in der Premier League ohne Gegentor, wie viel Anteil hatte daran die ManU-Abwehr?

Van der Sar: Das war der Verdienst der Mannschaft, denn zu dieser Zeit haben wir die Abwehrformation sehr oft ändern müssen. Wir hatten damals viele verletzte oder gesperrte Spieler, aber all die jungen Burschen, die damals rein kamen für Rio, Nemanja Vidic, Evra – also Rafael oder Jonny Evans – haben großartigen Charakter bewiesen und sofort Fuß gefasst und diese tolle Serie erst möglich gemacht.

uefa.com: Sir Alex erklärte im letzten Dezember, dies wäre wohl Ihre letzte Saison, wann treffen Sie Ihre Entscheidung, ob Sie weitermachen?

Van der Sar: Der Klub und ich haben uns immer im Dezember zusammen gesetzt und überlegt, was sie wollen, was ich will und ob ich noch fit bin.

Und das Feuer in Ihnen brennt noch?

Van der Sar: Ja, ich habe noch nie in meinem Leben so hart trainiert wie zur Zeit.

Wenn Sie das Interview im Magazin von uefa.com sehen und hören wollen, klicken Sie hier.

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