VfB enttäuscht, aber zuversichtlich
Donnerstag, 17. September 2009
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45 starke und 45 weniger gute Minuten reichten dem VfB Stuttgart nicht zum erhofften Auftaktsieg in der Gruppe G, dennoch hielt sich die Enttäuschung bei den Spielern in Grenzen.
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Der VfB Stuttgart kam beim Auftakt in Gruppe G vor heimischer Kulisse gegen Rangers FC trotz starkem Auftakt nicht über ein 1:1-Unentschieden heraus.
"Sehr, sehr gutes Spiel"
In der 18. Spielminute gingen die Schwaben verdient in Führung. Ein Tor, mit dem sie sich für eine starke Anfangsphase belohnten. "Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und alles an den Tag gelegt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren läuferisch stark und haben viel Spielfreude gezeigt, aber leider das zweite Tor nicht gemacht", so VfB-Mittelfeldmann Sami Khedira.
Wo war das zweite Tor?
Wie der amtierende UEFA-U21-Europameister sah auch Stürmer Cacau das Problem im fehlenden zweiten Treffer: "Wir hätten in der ersten Halbzeit das zweite Tor machen müssen. Im zweiten Durchgang hatten wir Schwierigkeiten bekommen, weil es so lange 1:0 stand." Genug Chancen für das ‘vermisste‘ zweite Tor hatte alleine Cacau, der kurz vor der Pause nach Steilpass von Aleksandr Hleb nur das Außennetz traf. Dieser Angriff war ein gutes Beispiel für das erfolgreiche Pressing der Schwaben, da kurz vor Hlebs Pass Christian Träsch den Ball gewann und schnell umschaltete.
"Rangers können Fußball spielen"
"Dass die Rangers Fußball spielen können, wussten wir auch und wenn man dann in der Abwehr etwas nachlässig ist, dann bekommt man eben so ein dummes Tor", so Roberto Hilbert, der vom rechten Flügel aus mit vielen Flanken häufige Male für Gefahr sorgen konnte. Mannschaftskollege Cacau sah auch eine andere Rangers-Mannschaft als Grund für Stuttgarts eher schwache zweite Hälfte: "Die Rangers waren in der zweiten Halbzeit kompakter und haben gut nach vorne gespielt. Deswegen waren wir nach vorne nicht mehr so gut. Ich denke, dass sie auch deswegen stärker wurden, weil wir etwas nachgelassen haben."
"Ärgerlich und enttäuschend"
Cacau fügte hinzu, dass das Ergebnis letzten Endes "ärgerlich und enttäuschend" ist, aber Hilbert und Khedira haben den Blick bereits nach vorne gerichtet und verbleiben optimistisch. Hilbert hat das Fernziel trotz des 'nur' Unentschieden weiterhin fest im Blick: "Wir haben uns das Achtelfinale vorgenommen und das ist nach wie vor möglich, auch wenn der eine Punkt natürlich zu wenig ist." Kollege Khedira, der kurz vor Ende der Partie mit einem Distanzschuss selbst die letzte Torchance der Gastgeber hatte, sieht in dem Unentschieden keinen großen Rückschlag: "Es ist nicht von Vorteil, wenn man nicht mit Sieg startet, aber wir werden nicht verzweifeln und nicht alles schlecht reden. Wir glauben nach wie vor an uns."
"Haben uns etwas verdient"
Grund zur Verzweiflung gab denn Stuttgartern ein ums andere Mal Steven Naismith. Lobend erwähnte er jedoch vor allem Kollegen Majid Bougherra: "Er hat toll gearbeitet. Manchmal geht er nach vorne und diesmal hat es für ihn geklappt mit einem Tor." Verteidiger Bougherra, Torschütze des Ausgleichstreffers, fügte hinzu: "Ich glaube, es war mein erstes Tor mit dem Fuß. Wichtig ist aber, dass wir in der zweiten Halbzeit uns sicherer waren und wussten, was wir zu tun hatten. Unsere zweite Halbzeit war viel besser.
"Heimspiele gewinnen"
"Ein Punkt auswärts in der Champions League ist toll, wir müssen aber all unsere Heimspiele gewinnen." Dies können die Rangers dann am 29. September tun, wenn sie am zweiten Spieltag Sevilla FC empfangen. Der VfB Stuttgart, der zeitgleich bei FC Unirea Urziceni in Rumänien gastiert, kann dies nichtmehr schaffen.