Viele Meister, hohe Attraktivität
Dienstag, 15. September 2009
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Die UEFA hofft, dass das mit 18 nationalen Meistern gespickte Teilnehmerfeld der UEFA Champions League den Wettbewerb in der Saison 2009/10 noch attraktiver macht.
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Die UEFA hofft, dass die UEFA Champions League in dieser Saison noch attraktiver wird, weil unter den 32 Mannschaften in der Gruppenphase 18 nationale Meister sind.
Änderungen
Zuletzt waren in der Spielzeit 1999/2000 so viele amtierende Meister in der Königsklasse vertreten wie in diesem Jahr. Dies ist vor allem durch die Änderungen des Qualifikationsformats möglich geworden.
Qualifikationswege
Vor zwei Jahren entschied das UEFA-Exekutivkomitee, die Qualifikationschancen der Meistervereine aufzuwerten, die nicht in einer der besten europäischen Ligen spielen. Diese Änderungen gelten für die Jahre 2009 bis 2012 und beinhalten: Eine erhöhte Anzahl der direkt qualifizierten nationalen Meister (zwölf statt bisher neun), den neuen Qualifikationsweg der Meistervereine und den Weg der Nicht-Meistervereine in der dritten Qualifikationsrunde sowie der neu eingeführten Play-off Runde, wobei die Meister von den anderen Mannschaften getrennt werden.
"Leichtere Qualifikation"
UEFA-Präsident Michel Platini verkündete die Ergebnisse dieser positiven Entwicklungen in seiner Rede vor der Auslosung der Gruppenphase in Monaco. "Vor zwei Jahren hatte ich den Wunsch, die UEFA Champions League durch eine leichtere Qualifikation für nationale Meister noch attraktiver zu machen. Dies gilt auch für Meister aus Ländern, die nicht unbedingt im Rampenlicht stehen. Einige Leute hielten dies für eine riskante Sache, aber zwei Jahre später kann ich sagen, dass sich dieses Risiko vollends gelohnt hat."
Debütanten
Mit den meisten Debütanten seit der Saison 1992/93 geht die UEFA Champions League an den Start, sind es doch gleich acht Mannschaften, die erstmals an der Gruppenphase teilnehmen. Fünf der acht Teams konnten sich als nationale Meister direkt qualifizieren: FC Unirea Urziceni, R. Standard de Liège, VfL Wolfsburg, FC Rubin Kazan und AZ Alkmaar. Auch der neue Qualifikationsweg der Meistervereine hat sich gelohnt, denn über ihn kamen der FC Zürich, Debreceni VSC und APOEL FC zu ihren Debüts in der Königsklasse. Die anderen Vereine, die es über diesen Weg bis in die Gruppenphase schafften, sind der israelische Titelträger Maccabi Haifa FC und der griechische Meister Olympiacos FC.
"Synonym für Güte"
Platini fügte hinzu, dass ale Vereine, die sich für die Gruppenphase qualifiziert haben, dies auch zu Recht und verdientermaßen geschafft haben. Die Champions League ist "ein Wettbewerb, der nichts von seinem Charme oder seiner Attraktivität verloren hat und ein Synonym für Güte; ein Wettbewerb - der Wettbewerb - der die Vorstellungskraft von mehreren Millionen Fußballbegeisterten auf der ganzen Welt in seinen Bann zieht."
"Über Europa verteilt"
UEFA-Generalsekretär David Taylor zeigte sich gleichermaßen erfreut über die neuen Namen in der UEFA Champions League, unter denen insgesamt zehn Gewinner des Pokals der europäischen Meistervereine sind. "Es ist eine interessante und willkommene Entwicklung für die UEFA Champions League", so Taylor in einem Live-Chat mit den Usern von uefa.com. "Es gibt hohe finanzielle Prämien für die Teilnahme an der UEFA Champions League und es ist für den europäischen Fußball besser, wenn diese über Europas Fußballlandschaft verteilt werden."
"Langfristig"
"Ich denke, dass sich der europäische Fußball mehr über den Kontinent verteilt entwickeln wird als auf einem kleineren Gebiet. Vielleicht haben es die etablierten Vereine dieses Jahr etwas leichter, aber wir sehen das langfristig. Meister aus mittelgroßen Ländern wie Ungarn und der Schweiz können sich auf höherem Niveau messen und sind näher an der Spitze des europäischen Fußballs."