Rui Patrício und sein "gutes Gefühl"
Mittwoch, 5. August 2009
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Sporting-Torhüter Rui Patrício hatte ein "gutes Gefühl", als er gegen Twente in der Nachspielzeit mit nach vorne gegangen ist - und sein Gefühl sollte ihn nicht trügen.
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Rui Patrício, der Torhüter des Sporting Clube de Portugal, hatte eine Vorahnung, dass seine Anwesenheit im Strafraum des FC Twente den entscheidenden Treffer für den Einzug in die Play-off-Runde der UEFA Champions League beeinflussen könnte.
"Gutes Gefühl"
0:1 lagen die Portugiesen zurück, was das Aus bedeutet hätte. In der Nachspielzeit bekam Sporting einen Eckball, was Rui Patrício dazu veranlasste, mit nach vorne zu gehen. Er verlängerte den Ball per Kopf in Richtung von Twente-Verteidiger Peter Wisgerhof, der eine unglückliche Figur machte und die Kugel ins eigene Netz lenkte. "Ich hatte ein gutes Gefühl", so der umjubelte Schlussmann. "Ich habe den Ball zwar nicht richtig getroffen, aber er ist trotzdem ins Tor gegangen und das ist das Wichtigste."
Geschichte wiederholt sich
Im Mai 2005 gelang es Sporting schon einmal, in den Niederlanden in letzter Minute noch zum Erfolg zu kommen, als Miguel Garcia gegen den AZ Alkmaar in der zweiten Minute der Nachspielzeit per Kopf traf. Damals erreichte man dank der Auswärtstorregel das Endspiel des UEFA-Pokals.
"Mit dem Herzen gewonnen"
Trainer Paulo Bento lobte die Entschlossenheit seiner Mannschaft. "Wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt", so der 40-Jährige. "Die Spieler haben sich das auch verdient, wenn man beide Spiele betrachtet. Manchmal gewinnt man Spiele auch mit dem Herzen, und genau das ist hier passiert. Wir verdienen es, uns qualifiziert zu haben, auch wenn der Gegner sehr gut organisiert war. Jetzt wollen wir in die Gruppenphase." Am Freitag wird Sportings Play-off-Gegner in der Champions League genauso ausgelost wie Twentes Kontrahent in der UEFA Europa League.