Wenger hofft auf Frustbewältigung
Mittwoch, 5. November 2008
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Mit einem weiteren Sieg gegen Fenerbahçe SK könnte Arsenal FC bereits den Achtelfinaleinzug perfekt machen und gleichzeitig etwas Wiedergutmachung für zwei enttäuschende Spiele betreiben.
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Während Arsenal FC am Mittwochabend eventuell das Ticket fürs Achtelfinale sichern könnte, steht Fenerbahçe SK vor dem Aus in der UEFA Champions League. Allerdings sind beide Trainer vor der Partie in London ziemlich angespannt.
Überraschende Niederlage
Arsenal, momentan Spitzenreiter in der Gruppe G, wäre mit einem Sieg weiter, wenn der FC Dynamo Kyiv gleichzeitig gegen den FC Porto gewinnt. Arsène Wenger fordert von seiner Elf vor allem mehr Aufmerksamkeit in der Abwehr, schließlich gab die den Ausschlag für die überraschende 1:2-Niederlage in der Premier League gegen Aufsteiger Stoke City FC.
Viele Verletzungssorgen
"Wenn man die Courage meiner Mannschaft in Frage stellt, tut es mir leid, denn für mich ist ein Team nur dann tapfer, wenn es Fußball spielt und dabei die Regeln respektiert", so Wenger, der neben William Gallas und Emmanuel Eboué neuerdings auch auf Emmanuel Adebayor und Theo Walcott verzichten muss. Immerhin dürfte Bacary Sagna, der den Platz gegen Stoke noch humpelnd verließ, rechtzeitig wieder fit werden.
"Nicht kaltschnäuzig genug"
Arsenal hat bereits drei Spiele in der Premier League verloren, genauso viele wie in der kompletten letzten Saison. Laut Wenger ist die Mannschaft nach dem 4:4-Remis im Derby gegen Tottenham Hotspur FC noch immer "verkatert", aber der Franzose glaubt das hauptsächliche Manko erkannt zu haben: "Das Problem liegt nicht in der Tapferkeit meiner Spieler, das Problem ist, dass wir in einigen Spielen einfach nicht kaltschnäuzig genug sind. Wir müssen zu unseren alten Stärken zurückfinden; in der Abwehr gut stehen und unser Spiel aufziehen." Aufgrund von Arsenals Problemen in der Meisterschaft ist es "sehr wichtig, so schnell wie möglich das Achtelfinale zu erreichen", verrät Wenger.
Unter Druck
Immerhin spricht die Tatsache, dass Fenerbahçe seit über vier Jahren kein Champions-League-Auswärtsspiel mehr in der regulären Spielzeit für sich entscheiden konnte, eindeutig für die Gunners. Nach der 2:5-Pleite gegen die Engländer hat die Mannschaft von Luis Aragonés lediglich einen Punkt auf dem Konto und sollte Dynamo das andere Spiel in dieser Gruppe gewinnen, wären die Türken bei einer Niederlage ausgeschieden. Noch dazu haben auch sie auf nationaler Ebene momentan Probleme und liegen nach nur vier Siegen aus neun Partien lediglich auf dem neunten Platz in der Süper Lig. Beim 2:2-Remis gegen Eskişehirspor am Sonntag zog sich Kapitän Alex zu allem Überfluss auch noch eine Verletzung zu, dafür ist Spielmacher Deivid aber wieder einsatzfähig.
Lob für Fàbregas
Im zentralen Mittelfeld wird es für Deivid aber sicherlich nicht einfach, schließlich trifft er dort auf Arsenals Cesc Fàbregas, der zusammen mit Aragonés die UEFA EURO 2008™ gewann. "Fàbregas ist ein außergewöhnlicher Spieler, aber eigentlich kümmere ich mich nur um meine eigene Mannschaft", so Spaniens Ex-Nationaltrainer. "Wir haben unsere Stärken und müssen diese zeigen. Wir haben im ersten Spiel einige Fehler gemacht, aber in der Champions League ist jede Partie anders und wir wollen immer gewinnen. Natürlich werden wir auf Sieg spielen."