Villarreals Offensivdrang wird belohnt
Dienstag, 21. Oktober 2008
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Villarreal CF - Aalborg BK 6:3
Die Spanier zeigten eine Spitzenleistung angetrieben und gewannen dank des Hattricks von Joseba Llorente in der zweiten Halbzeit verdient.
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Villarreal CF triumphierte zwar gegen Aalborg BK mit 6:3, musste aber all seine Klasse zeigen, um den dänischen Meister niederzuringen.
Power Play
Dem Power Play der Spanier in der zweiten Halbzeit, das durch die drei Tore des eingewechselten Joseba Llorente gekrönt wurde, stand eine exzellente Kontertaktik der Dänen gegenüber, die den Platz jedoch mit leeren Händen verlassen mussten. Zwei Kopfballtore und ein schöner Heber von Marek Saganowski, Thomas Enevoldsen und Andreas Johansson sorgten für drei Treffer der Gäste, die sich einen enormen Respekt erarbeiteten. Giuseppe Rossi, Joan Capdevila, Llorente mit drei Treffern und Robert Pirès mit einem seiner seltenen Kopfballtore schlugen für die Gastgeber zurück und drehten das Spiel.
Überragender Saganowski
Die erste Halbzeit war Ausdruck dessen, was Selbstbewusstsein und eine offensive Ausrichtung bewirken können. Auch wenn es beim Stand von 2:2 in die Kabinen ging, wurde das Spiel bis dahin von drei Gäste-Spielern geprägt. Anders Due raste auf der rechten Seite rauf und runter, Kasper Bøgelund spielte beeindruckend und wurde nur noch von Saganowski in der ersten Halbzeit übertroffen. Saganowski war die einzige Sturmspitze und zeigte dennoch eine atemberaubende Vorstellung. Zweimal in den ersten fünf Minuten ließ er sich etwas zurückfallen und holte sich dort die Bälle. Beim zweiten Mal passte er auf Due, der frei stehend vor Diego López im Tor der Gastgeber scheiterte.
López hält
Nach diesem Warnsignal erzielte Aalborg in der 14. Minute folgerichtig das 1:0. Bøgelund servierte den Ball zentimetergenau auf Saganowski, der per Kopf zur Führung traf. Kurze Zeit später hätte es bereits 2:0 für die Dänen stehen können, doch López hielt einen Kopfball von Due. Die stürmenden Gäste vergaßen jedoch manchmal, in den Rückspiegel zu schauen.
Heber
Außenverteidiger Ángel López flankte auf Rossi, und der netzte ein zum Ausgleich für Villarreal. In der 33. Minute hatten die Gastgeber das Spiel zum ersten Mal gedreht, als Capdevila mit einem gewaltigen Rechtsschuss zum 2:1 traf. Die Dänen waren von diesem Gegentor alles andere als geschockt. Saganowski ließ sich wieder fallen, bediente Enevoldsen, und der hob den Ball aus vollem Lauf über López hinweg zum Ausgleich.
Taktikumstellung
Die zweite Halbzeit stand der ersten in nichts nach. Rossis Schuss in der 46. Minute veranlasste AaB-Torwart Karim Zaza zu einer Glanztat; genauso wie Ángels Versuch zehn Minuten später. Saganowski hatte es nun schwerer, weil schon die Mittelfeldspieler der Spanier die Kreise des Stürmers einengten. Immer wieder kam Villarreal über die rechte Seite, und Llorente scheiterte mit einem Heber an Michael Jakobsen, der auf der Linie für seinen schon geschlagenen Schlussmann Zaza klärte. Nur Sekunden später staubte Llorente zur Führung der Hausherren ab, nachdem Zaza einen 40-Meter-Hammer von Senna nicht festhalten konnte.
Torflut
Llorente machte in der 70. und 84. Minute seinen Hattrick perfekt, wobei er dabei von den fantastischen Vorlagen von Pirès und Capdevila profitierte. Pirés selbst trug nach guter Vorlage von Cazorla noch einen Kopfballtreffer bei, aber auch Johansson gelang noch ein Tor per Kopf für die Gäste. Villarreals Trainer Manuel Pellegrini wird über die Abwehrleistung seiner Mannschaft nicht sehr erfreut gewesen sein, hatte sie doch bislang in der Liga und im Europapokal nur drei Treffer in der Saison hinnehmen müssen. Dennoch endete der Abend des Champagner-Fußballs im El Madrigal für die Gastgeber in einem Freudenrausch und für die Dänen in einem mächtigen Kater.