PSV will Negativ-Serie beenden
Mittwoch, 1. Oktober 2008
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Der PSV Eindhoven möchte auf bekanntem Terrain an der Anfield Road endlich einmal etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. Zum dritten Mal in drei Jahren treten die Niederländer am Mittwoch bei Liverpool FC an.
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Der PSV Eindhoven möchte auf bekanntem Terrain an der Anfield Road endlich einmal etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. Zum dritten Mal in drei Jahren treten die Niederländer am Mittwoch in der UEFA Champions League bei Liverpool FC an.
Keine guten Erinnerungen
Der niederländische Meister verlor in der Saison 2006/07 zweimal in Liverpool; 0:2 in der Gruppenphase und 0:1 im Viertelfinale. Nachdem auch das erste Spiel der laufenden Gruppenphase zu Hause gegen Club Atlético de Madrid mit 0:3 verloren wurde, steht der PSV bereits unter Zugzwang. Indes kam der fünfmalige Gewinner des wichtigsten europäischen Vereinspokals, Liverpool, zum Auftakt in Gruppe D zu einem 2:1-Sieg bei Olympique de Marseille. Trainer Rafael Benítez warnt dennoch vor den Gästen. "Es wird gefährlich werden für uns, wobei ich nicht glaube, dass der Gegner [PSV] momentan sehr selbstbewusst ist. Zumindest haben wir es so vernommen", sagte Benítez. "Ich habe großen Respekt vor ihnen, weil sie in der niederländischen Liga immer vorn dabei sind."
Doppelpack von Torres
Fernando Torres bewies am Samstag beim 2:0-Sieg beim Nachbarn Everton FC mit zwei Treffern einmal mehr seine Torgefährlichkeit. Damit bleiben die Reds in der Premier League ungeschlagen und kletterten auf Rang zwei der Tabelle hinter Spitzenreiter Chelsea FC, der nur aufgrund der besseren Tordifferenz ganz oben steht. Die beiden Mittelfeldspieler Javier Mascherano und Yossi Benayoun verpassten das Derby wegen Verletzungen. Beide werden aber wieder fit sein; im Gegensatz zu Verteidiger Philipp Degen, der sich zwei Rippen gebrochen hat.
Titelträume
Benítez möchte keineswegs, dass die verfrühten Titelträume in der Premier League die Konzentration auf den Europapokal beeinflussen. Der Spanier will zum dritten Mal ins Finale einziehen, seitdem er vor vier Jahren das Traineramt in Liverpool übernommen hat. 2007/08 war erst im Halbfinale Endstation. "Wenn du gut spielst, gewinnst und jeder darüber spricht, wie gut du bist, ist es wichtig, für Ruhe zu sorgen und die Leute daran zu erinnern, ans nächste Spiel zu denken", philosophierte Benítez. "Wir wissen, dass es riskant ist, wenn alle Menschen die Mannschaft loben. Wir versuchen also, alle für das kommende Spiel zu sensibilisieren."
Afellay fraglich
PSV-Trainer Huub Stevens war indes glücklich über den dritten Sieg in der Eredivisie in den letzten vier Partien. Am Wochenende gewann der PSV gegen den Tabellenletzten FC Volendam trotz zahlreicher Chancen nur mit 1:0. Damit steht das Team aus Eindhoven nach wie vor auf Platz zwei der Tabelle; einen Punkt hinter dem FC Groningen. Der niederländische Nationalspieler Ibrahim Afellay fehlte beim Spiel gegen Volendam wegen einer Zehenprellung. Auch sein Einsatz gegen Liverpool ist deshalb gefährdet.
Englische Stärke
Stevens, der bei beiden Niederlagen des PSV in Liverpool noch nicht in der Verantwortung stand, sagte: "Alle englischen Klubs sind sehr stark. Das gilt auch für Liverpool. Wir wollen einfach nur unsere Art Fußball spielen. Wir haben das erste Spiel mit 0:3 [gegen Atlético] verloren, und ich hoffe, dass wir aus unseren Fehlern auch die richtigen Lehren gezogen haben. Man lernt aber nicht nur aus dieser Partie, sondern aus jedem Spiel."