Porto lässt gegen Fener nichts anbrennen
Mittwoch, 17. September 2008
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FC Porto - Fenerbahçe SK 3:1
López, González und Lino trafen für den portugiesischen Meister und sorgten so für den Erfolg gegen den Viertelfinalisten der letzten Saison.
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Dem FC Porto ist mit einem Sieg gegen Fenerbahçe SK ein eindrucksvoller Start in die Gruppe G der UEFA Champions League gelungen. Die Tore erzielten Lisandro López, Lucho González und Lino, für die Gäste traf Daniel Güiza.
Schneller Beginn
Der portugiesische Meister hatte seit 1999 an keinem ersten Spieltag der Königsklasse mehr gewinnen können, doch diesmal führten die Portugiesen bereits nach 13 Minuten durch die Treffer von Lisandro und Lucho mit 2:0. Alles sah nun nach einem deutlichen Erfolg aus, aber Güiza, der teuerste Spieler der türkischen Liga, verkürzte nach knapp einer halben Stunde. So wurde es eine aufregende zweite Halbzeit und erst als der eingewechselte Lino in der Nachspielzeit das dritte Tor schoss, war die Partie entschieden.
Nervöser Beginn
Obwohl Fenerbahçe in der vergangenen Saison in diesem Wettbewerb für Furore gesorgt hatte, war es Porto, das als klarer Favorit ins Rennen ging, schließlich gab es in den letzten 20 Heimspielen in der UEFA Champions League nur eine Niederlage. Die Gäste hingegen hatten die letzten acht Auswärtspartien nicht gewinnen können. Und auch diesmal gingen sie zunächst unsicher zu Werke, während Lisandro in der sechsten Minute beinahe von einem Abwehrfehler profitierte, in Torwart Volkan Demirel aber seinen Meister fand.
Doppelschlag
Vier Minuten später zahlte sich der stürmische Beginn für Porto aber aus, als Lisandro nach einer schönen Vorlage von Raul Meireles der Abwehr entwischte und dem Torhüter keine Chance ließ. Und schon drei Minuten später setzten die wie entfesselt stürmenden Portugiesen noch einen Treffer drauf: Cristián Rodríguez bediente von der linken Seite Lucho, dessen gewaltiger Volleyschuss von Volkan nicht gehalten werden konnte, zu scharf kam der Ball angeflogen. Der portugiesische Meister hätte beinahe noch das dritte Tor erzielt, als Lucho den Ball auf Lisandro durchsteckte, der es nach einem Solo mit einem Heber probierte, den Kasten jedoch verfehlte.
Fenerbahçe kommt zurück
Der gleiche Spieler war es auch, der in der Folgezeit mit einem Gewaltschuss nicht das Ziel fand, dennoch schien alles darauf hinzudeuten, dass bald ein weiteres Tor fallen würde. Dies geschah auch – jedoch auf der anderen Seite. In der 29. Minute startete Fenerbahçe den ersten echten Angriff, der gleich zum Erfolg führte: Alex kam an die Flanke von Uğur Boral heran, den Kopfball konnte Helton zunächst parieren, ehe Güiza abstaubte und aus spitzem Winkel verwandelte. Und kurz vor Ende der ersten Halbzeit hätten die Gäste beinahe noch den Ausgleich erzielt. Wieder bereitete Uğur Boral vor, diesmal per Freistoß, aber der ungedeckte Lugano schoss den Ball direkt auf Helton.
Mehr Ballbesitz
Kurz nach der Halbzeit war es Mariano González, der die erste Chance hatte, aber dann wurden die Gäste immer besser und waren dem Ausgleich erheblich näher als Porto der endgültigen Entscheidung. Die Gastgeber bauten fast nur noch auf Konter und hätten so durch Lucho beinahe das 3:1 erzielt. Auf der anderen Seite sorgte Roberto Carlos für Gefahr, dessen missglückte Hereingabe aber auf dem Gehäuse von Helton landete.
Offenes Spiel
Fenerbahçe machte weiter Druck und wäre fast belohnt worden. Wieder war es Roberto Carlos, dessen Flanke von der linken Seite diesmal vom ungedeckten Güiza knapp neben das Tor geköpft wurde. Zwei Minuten waren in der Nachspielzeit bereits absolviert, als Porto doch noch alles klar machte: Cristian Săpunaru setzte sich gegen zwei Verteidiger durch und bediente Lino, der freistehend aus zehn Metern erfolgreich abschloss.