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Bremen enttäuscht, Anorthosis jubelt

Werder Bremen - Anorthosis Famagusta FC 0:0
Werder Bremen fand nie zu seinem gefürchteten Offensivspiel und musste sich am Ende im Weserstadion mit einem torlosen Remis zufrieden geben.

Auch Markus Rosenberg (Werder Bremen) traf nicht ins Tor von Anorthosis
Auch Markus Rosenberg (Werder Bremen) traf nicht ins Tor von Anorthosis ©Getty Images

Mit einer starken Defensivleistung blieb Anorthosis Famagusta FC der Rolle des Favoritenschrecks weiter treu, während Werder Bremen sein sonst so gefürchtetes Angriffsspiel an diesem Abend fast völlig vermissen ließ. Chancen waren in diesem Spiel insgesamt Mangelware, logische Folge war das torlose Unentschieden, das die Gäste freilich feierten wie einen Sieg.

Pizarro stürmt mit Rosenberg
Bei Werder entschied sich Trainer Thomas Schaaf im Sturm für das Duo Markus Rosenberg und Claudio Pizarro. Im Mittelfeld erhielt Juniorennationalspieler Mesut Özil das Vertrauen seinen Coachs und sollte mit Diego und Daniel Jensen für kreative Impulse sorgen. Bei den Zyprioten ruhten die Hoffnungen vor allem auf dem Offensivtrio Lukasz Sosin, Sávio und Paulo Costa, während der griechische Europameister von 2004, Traianos Dellas, die Fäden im defensiven Mittelfeld ziehen sollte.

Schwungvoller Beginn der Hausherren
Als hoher Favorit übernahm Bremen im eigenen Stadion von Anfang an die Initiative. Eine erste Chance fand dabei Rosenberg bereits nach fünf Minuten vor, als sein Kopfball nur knapp das Ziel verfehlte. Nach rund einer Viertelstunde war dann Sturmpartner Pizarro zur Stelle und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz in Richtung Tor, verfehlte dieses aber knapp.

Pizarro mit der ersten Großchance
Eine weitere Großchance für Pizarro ergab sich in der 24. Minute aus einer sehenswerten Kopfballstafette mit Özil. Arian Beqaj stand goldrichtig und konnte den Ball abwehren. Insgesamt bekam die Abwehr der Gäste die Angriffsbemühungen der Werderaner aber immer besser in den Griff, so dass es bis kurz vor der Pause dauerte, ehe erneut Pizarro freistehend eine Flanke von Per Mertesacker nicht unter Kontrolle bringen konnte.

Nach der Pause fast die Führung der Gäste
Bis zur 50. Minute dauerte es, ehe Anorthosis erstmals gefährlich vor das Tor von Tim Wiese kam. Der zur Halbzeit eingewechselte Hawar Taher stand plötzlich alleine vor dem Werder-Keeper, dieser konnte aber mit einem Reflex den Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke abwehren. Danach gab es wieder das gewohnte Bild, Bremen drängte auf den Führungstreffer, lief sich aber immer wieder in der massiven Abwehrreihe der Zyprioten fest.

Neues Personal für die Offensive
Als sich die Fehlerquote im Aufbauspiel beim Deutschen Vizemeister immer mehr erhöhte, reagierte Trainer Schaaf und tauschte seine Sturmreihe aus. Für Pizarro und Rosenberg kamen Boubacar Sanogo und Hugo Almeida ins Spiel. Am Spiel sollte dies aber nichts ändern, weiterhin fehlten die kreativen Ideen auf beiden Seiten.

Wenige Chancen auch in der Schlussphase 
Es dauerte bis zur 79. Minute, ehe Werder Bremen endlich wieder gefährlich vor das von Baqaj fehlerfrei gehütete Tor kam. Mesut Özil spielte dabei Almeida den Ball optimal in den Lauf, doch dem portugiesischen Stürmer rutsche der Abschluss über den Spann, so dass auch dieser Ball deutlich am Tor vorbei ging. Wenige Minuten später macht es Sturmpartner Sanogo nicht besser und vergab freistehend aus spitzem Winkel. Auf der Gegenseite beschäftigten Dellas und Sávio Tim Wiese noch zweimal mit Distanzschüssen, aber der Fokus der Gäste lag eindeutig auf einem torlosen Remis.

Ausgangsposition für Bremen deutlich verschlechtert
Und so rettete der zypriotische Meister prompt das Unentschieden über die Zeit und feierte somit eine höchst gelungene Champions-League-Premiere mit einem unerwarteten Auswärtspunkt in Bremen. Die Bremer werden eine deutliche Leistungssteigerung benötigen, um diesmal die Gruppenphase der UEFA Champions League zu überstehen.