Schwerer Auftakt für Juventus
Montag, 8. September 2008
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Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt Juventus in die UEFA Champions League zurück. Dabei geht es gleich zu Beginn gegen den amtierenden UEFA-Pokal- und UEFA-Superpokal-Sieger FC Zenit St. Petersburg.
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Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt Juventus in die UEFA Champions League zurück. Dabei geht es für den Gewinner von 1996 gleich zu Beginn gegen den amtierenden UEFA-Pokal-Sieger FC Zenit St. Petersburg, der nach dem Triumph im UEFA-Superpokal nun auch in der europäischen Königsklasse für Aufsehen sorgen will.
- Vor dem Zwangsabstieg in die Serie B in Folge des Bestechungsskandals im italienischen Fußball vor zwei Jahren, erreichte Juventus 2004/05 und 2005/06 jeweils das Viertelfinale der UEFA Champions League. In beiden Saisons gewannen sie ihre Vorrundengruppe, genauso in der Spielzeit 2003/04. Bei allen drei Auftritten machten sie den Einzug in die K.o.-Runde schon frühzeitig perfekt und gewannen 2003/04 die ersten drei Spiele, im folgenden Jahr sogar die ersten fünf und anschließend die ersten beiden Partien. Deshalb muss sich der russische Debütant wohl auf einen Sturmlauf im Auftaktspiel der Gruppe H einstellen.
- In seiner jüngsten Vergangenheit kann Juventus auch eine imposante Bilanz im Stadio delle Alpi aufzeigen. In den Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 gewannen die Turiner in der Gruppenphase alle ihrer sechs Heimspiele. Insgesamt spielten sie zehnmal zu Hause und gewannen dabei achtmal, zweimal gab es ein Remis. Beeindruckend ist dabei auch, dass in allen Partien insgesamt nur zwei Gegentore zugelassen wurden. Die letzte Heimniederlage datiert vom 9. März 2004, als Juventus im Achtelfinale RC Deportivo La Coruña unterlag. Die Spanier gewannen an diesem Abend mit 1:0 und setzten sich auch insgesamt mit 2:0 durch.
- Die letzte Niederlage zu Hause in der ersten Gruppenphase (im Februar 2003 unterlag man in der zweiten Gruppenphase in Turin) war am 24. Oktober 2000. Damals ging der Hamburger SV mit 3:1 als Sieger vom Platz. Seitdem gewann Juventus alle 15 Heimspiele in der ersten Gruppenphase, schoss 38 Tore und kassierte nur sieben Gegentreffer.
- Nach dem dritten Tabellenplatz in der Serie A mussten Claudio Ranieris Mannen zunächst die Qualifikationsrunde überstehen. Doch diese meisterte Juventus mit einem klaren 5:1-Triumph nach Hin- und Rückspiel über den FC Artmedia Petržalka. Mauro Camoranesi, Alessandro Del Piero, Giorgio Chiellini und Nicola Legrottaglie sorgten beim 4:0 in Turin für eine komfortable Ausgangsposition. Das Spiel in Bratislava endete 1:1. Amauri erzielte den Ausgleichstreffer, nachdem Branislav Fodrek den slowakischen Titelträger zuvor in Führung geschossen hatte.
- Juventus schaffte neben dem Sieg vor zwölf Jahren zwischen 1996/97 und 2002/03 noch drei weitere Finalteilnahmen in der UEFA Champions League. Schon zweimal stand die Mannschaft aus Turin in einem europäischen Wettbewerb einem russischen Gegner gegenüber. In der ersten Runde des UEFA-Pokals 1993/94 wurde der FC Lokomotiv Moskva mit einem 3:0 zu Hause und einem 1:0 auswärts ausgeschaltet. Das Halbfinalduell im UEFA Intertoto Cup 1999 war für die Italiener eine noch deutlichere Angelegenheit. Mit 4:0 gewann Juventus beim FC Rostov und ließ auch beim 5:1-Heimspielerfolg nichts anbrennen.
- Zenits einzige Begegnung mit einer italienischen Mannschaft gab es in der ersten Runde des UEFA-Pokals 1999/2000, als die Partie zu Hause gegen Bologna FC mit 0:3 verloren ging. Ein Achtungserfolg gelang dem Klub aus St. Petersburg dann allerdings beim 2:2 im Rückspiel in Italien.
- Zenit nimmt nach dem Gewinn der russischen Premier-Liga (insgesamt zum zweiten Mal) - mit zwei Zählern Vorsprung auf den FC Spartak Moskva - zum ersten Mal an der Endrunde der UEFA Champions League teil. Die fantastische Saison unter Trainer Dick Advocaat wurde mit dem Gewinn des UEFA-Pokals durch einen 2:0-Sieg über Rangers FC im City of Manchester Stadium gekrönt. Igor Denisov und Konstantin Zyryanov markierten die Tore, die Advocaat den ersten Triumph auf europäischer Bühne überhaupt bescherten.
- Damit stand Zenit auch im Duell um den UEFA-Superpokal im Stade Louis II. am 29. August. Durch die Tore von Pavel Pogrebnyak in der ersten und Neuzugang Danny in der zweiten Halbzeit gewann das Team aus St. Petersburg gegen Manchester United FC einen weiteren Titel.
- Im anderen Spiel der Gruppe H trifft Real Madrid CF auf FC BATE Borisov.