Sir Alex mahnt zur Vorsicht
Mittwoch, 9. April 2008
Artikel-Zusammenfassung
Manchester United FC scheint zwar schon "mit einem Fuß im Halbfinale" zu stehen, aber dennoch warnt Sir Alex Ferguson vor dem Rückspiel gegen den AS Roma.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Auf Konter bauen
Nach dem 2:0 am Dienstag letzter Woche in Italien kann für den Tabellenführer der Premier League eigentlich nicht mehr viel schief gehen auf dem Weg ins zweite Semifinale in Folge. Doch Sir Alex, der mit seinem Team im vergangenen Jahr an gleichen Stelle gegen die Roma mit 7:1 siegte, warnt davor, leichtsinnig zu werden. "Wir stehen mit einem Fuß im Halbfinale", sagte der Schotte. "Wir sind nicht darauf aus, uns dumm anzustellen. Die Zeit läuft gegen die Roma, weil sie etwas tun müssen, was uns gerade recht kommen mag, weil ich denke, dass wir im Kontern sehr gut sind. "
Ein Hauch von Optimismus
Luciano Spalletti, sein italienischen Kollege, ist sich dieser Tatsache natürlich bewusst, und er glaubt, dass es unklug wäre, alle Vorsicht gegen einen Gegner in den Wind zu schlagen, der bisher in jedem einzelnen Spiel der laufenden UEFA-Champions-League-Saison getroffen hat. "In der ersten Stunde müssen wir so spielen, als hätte es das Hinspiel nicht gegeben, und wir sollten versuchen, nicht daran zu denken, dass wir 0:2 hinten liegen. Von Beginn an auf Tore aus zu sein, könnte sich gegen eine Mannschaft mit dem Angriffspotenzial wie es Manchester United hat, als kontraproduktiv erweisen." Obwohl sein Team in den vergangenen zwölf Monaten hier zweimal verloren hat, versucht sich Spalletti in Optimismus: "Ich beginne immer mit der Überzeugung, dass meine Spieler in der Lage sind, jedes Ergebnis zu drehen. Ich kenne sie sehr gut und sie sind darauf vorbereitet, alles zu geben - das, was sie in ihrer Reaktion am Sonntag gezeigt haben [beim 3:2-Heimsieg gegen Genoa CFC]."
Ferdinand fraglich
Die Roma wird mit Interesse vernommen haben, dass sich Rio Ferdinand am Sonntag beim 2:2 von United bei Middlesbrough FC verletzt hat. Weil auch Nemanja Vidić fehlt, hofft Sir Alex besonders darauf, dass sein Starverteidiger auflaufen kann, nachdem eine Ultraschall-Untersuchung am Montag ergeben hat, dass er sich keine Fraktur zugezogen hat. "Hoffentlich kriegen wir ihn fit", sagte der Trainer, der darauf verwies, dass er die erfahrenen Gary Neville und Mikaël Silvestre nach 13 beziehungsweise sieben Wochen Abwesenheit im Laufe des Spiels ebenfalls bringen könnte. Paul Scholes wird wahrscheinlich seine 100. Partie in der UEFA Champions League bestreiten.
"Nichts ist unmöglich"
Während Sir Alex "ein oder zwei Wechsel" ankündigt, macht er auch deutlich, dass es "schwierig" wäre, auf Cristiano Ronaldo zu verzichten. Der hatte in Rom den ersten Treffer erzielt und darüber hinaus in zehn der letzten elf Partien getroffen. Wahrscheinlich hat Spalletti Ronaldo im Hinterkopf, wenn er wohl den defensiveren Max Tonetto statt Mancini im linken Mittelfeld einsetzen wird. Der Trainer der Roma muss noch immer ohne Francesco Totti auskommen, kann aber wieder auf Juan und Simone Perrotta zurückgreifen, die im Hinspiel zusehen mussten. Zwar sagt er, dass "im Fußball nichts unmöglich ist", dennoch wäre ein Weiterkommen der Roma allerdings eine Sensation. United hat seit drei Jahren im Europapokal kein Heimspiel mehr verloren, während sich die Giallorossi nur einmal in zehn Gastspielen in England durchsetzen konnten. Nun müsste die Roma mindestens zweimal treffen und gleichzeitig den Sturmlauf der Gastgeber unterbinden, was sich als schier unlösbare Aufgaben herausstellen könnte.