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Torloses Remis in London

Arsenal FC - AC Milan 0:0
Die Gastgeber hatten zwar mehr vom Spiel, ein Treffer gegen Milan wollte ihnen aber nicht gelingen.

Ein weiterer intensiver Zweikampf, stellvertretend für die vielen in diesem Spiel
Ein weiterer intensiver Zweikampf, stellvertretend für die vielen in diesem Spiel ©Getty Images

Die Entscheidung im Achtelfinal-Duell der UEFA Champions League zwischen Arsenal FC und dem AC Milan wird erst im Rückspiel im San Siro fallen, denn im Hinspiel im Norden Londons gab es keine Tore.

Kalac stark
Gunners-Trainer Arsène Wenger bezeichnete diese Partie als die "ultimative Prüfung" für seine junge Mannschaft, und diese wurde der Herausforderung über weite Strecken gerecht. Der Titelverteidiger wurde die meiste Zeit in die Defensive gedrängt. Dank einer tadellosen Leistung von Torhüter Zeljko Kalac blieb Milan jedoch ohne Gegentreffer. In der Nachspielzeit hatten die Italiener dann auch noch das nötige Glück, als Emmanuel Adebayor einen Kopfball aus kurzer Distanz an die Latte setzte.

Chance für Maldini
Pato sollte im Angriff von Milan für Gefahr sorgen, der junge Brasilianer war nach überstandener Verletzung von Beginn an dabei. Nach vier Minuten konnte Kolo Touré einen strammen Schuss des 18-Jährigen gerade noch abblocken, und nach der anschließenden Ecke konnte der frühere Milan-Torhüter Jens Lehmann einen Kopfball von Paolo Maldini mit einer schnellen Reaktion parieren. Mit 38 beziehungsweise 39 Jahren haben die beiden Akteure wieder einmal gezeigt, dass sie trotz ihres Alters noch auf dem höchsten Niveau bestehen können.

Touré verletzt
Bei Arsenal musste der verletzte Touré nach sieben Minuten durch Philippe Senderos ersetzt werden, doch davon ließen sich die Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen. Ihr Trainer Arsène Wenger forderte vor der Partie, dass sein Team "ohne angezogene Handbremse" spielen sollte, und seine Mannschaft schien auf ihn zu hören. Die deutliche Niederlage gegen Manchester United FC am Samstag war vergessen. Die Engländer waren zwar die meiste Zeit im Ballbesitz, Chancen blieben jedoch Mangelware. Im Mittelfeld wurde Cesc Fabregas von Gennaro Gattuso und Andrea Pirlo gut in Schach gehalten. Nach einem Zuspiel des 20-Jährigen donnerte Adebayor den Ball über die Latte. In der 39. Minute musste Milan-Schlussmann Kalac - der trotz eines ausgekugelten Fingers spielen konnte - einen Flachschuss von Mathieu Flamini abwehren.

Szenenapplaus für Senderos
Flamini hatte Kaká in der ersten Halbzeit im Griff, deshalb versuchte er sich kurz vor dem Pausenpfiff auch in der Offensive. Seine Flanke konnte Kalac jedoch vor Pirlo abfangen. Kurz zuvor hatte sich Senderos Szenenapplaus verdient, als er zunächst den anstürmenden Pato stoppte und danach auch noch gegen Kaká zur Stelle war.

Adebayor im Abseits
Wie Arsenal im ersten Abschnitt musste auch Milan kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit seine Abwehr umstellen, für den angeschlagenen Alessandro Nesta kam Marek Jankulovski. Kurz davor hätte Kakha Kaladze einen Eckball beinahe ins eigene Tor befördert. Die nächste Möglichkeit für Arsenal hatte Emmanuel Eboué, dessen Schuss strich um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Die Gastgeber fanden wieder zu ihrem Kombinationsspiel und setzten den Ball in der 54. Minute auch ins Netz, doch Adebayor stand dabei im Abseits.

Fabregas vergibt
Der Titelverteidiger kam kaum noch aus der eigenen Hälfte, Kaká und Pato hingen vorne zumeist in der Luft. Trotzdem blieben sie gefährlich, Kaká feuerte nach 69 Minuten einen gefährlichen Schuss ab. Anschließend sorgte Pato bei einem "Gestocher" im Arsenal-Strafraum für Aufregung. Der Held des Abends bei den Rossoneri stand an diesem Abend jedoch zwischen den Pfosten. Kalac hat Dida als Stammtorhüter abgelöst und zeigte bei einem Flachschuss von Fabregas 15 Minuten vor dem Ende auch warum. Vor allem ihm hatte Milan das torlose Remis zu verdanken.