PSV muss in den UEFA-Pokal
Mittwoch, 12. Dezember 2007
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PSV Eindhoven - FC Internazionale Milano 0:1
PSV Eindhoven verlor zu Hause gegen Inter und muss deshalb im UEFA-Pokal weitermachen.
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Der PSV Eindhoven muss sich im neuen Jahr nach der 0:1-Heimniederlage im letzten Spiel der Gruppe G gegen den FC Internazionale Milano mit der Teilnahme am UEFA-Pokal begnügen.
Ausgeschieden
Der niederländische Meister musste gegen Inter gewinnen und hoffen, dass Fenerbahçe SK zu Hause gleichzeitig gegen den PFC CSKA Moskva Punkte lassen würde, um noch die nächste Runde der UEFA Champions League zu erreichen. Keines der beiden Ereignisse sollte eintreten. Schon nach einer halben Stunde, als Mittelfeldspieler Edison Méndez des Feldes verwiesen wurde, sah es schlecht für die Hausherren aus. In der 64. Minute erzielte dann Julio Cruz den goldenen Treffer für die Gäste, die verdient gewannen und die Gruppe als Tabellenerster abschließen.
Toller Start
Von der ersten Sekunde an hatte das Spiel hohes Tempo. Jason Culina vom PSV hämmerte eine Flanke von Mike Zonneveld schon in der zweiten Minute nur knapp am Gehäuse vorbei. Kurz darauf hatte Inter eine gute Möglichkeit, als David Suazo seinen Mitspieler Santiago Solari frei spielte, der aber an den Beinen von Schlussmann Heurelho Gomes scheiterte. Auf der anderen Seite zielte Ibrahim Afellay nach einem kurz ausgeführten Freistoß knapp über den Kasten.
Méndez sieht Rot
Nach 28 Minuten erschwerte sich der PSV, dessen Chancen aufs Weiterkommen sowieso schon gering waren, das Leben auch noch selbst. Marco Materazzi hatte den Ball per Befreiungsschlag aus dem eigenen Sechzehner in die gegnerische Hälfte befördert, wo sich die Abwehr der Hausherren scheinbar im Tiefschlaf befand. Deshalb hatte Suazo plötzlich freie Bahn zum Tor, bis ihm Méndez den Weg versperrte – allerdings regelwidrig. Dem deutsche Schiedsrichter Markus Merk blieb in seinem letzten internationalen Einsatz seiner schillernden Karriere keine andere Wahl, als dem Mittelfeldspieler die Rote Karte zu zeigen.
Inter bestimmt das Spiel
Den Rest der ersten Hälfte hatte Inter keine Probleme, das Spiel zu bestimmen. Solari und Maxwell kombinierten immer wieder am linken Flügel, während sich Angreifer Julio Cruz oft zurückfallen ließ und beim Spielaufbau half. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff wäre dem ehemaligen Feyenoord-Stürmer fast der Ausgleich gelungen, doch Gomes konnte seinen Schuss aus nächster Nähe und spitzem Winkel noch irgendwie aus dem Eck kratzen. Die Offensive der Hausherren blieb über weite Strecken wirkungslos, allerdings konnte Danko Lazović einmal seinem Bewacher Materazzi entwischen, doch der Schuss des Angreifers ging am rechten Pfosten von Júlio Césars Tor vorbei.
Starker Suazo
Wie sehr sich der PSV auch bemühte, den Druck zu erhöhen, immer wieder blieben die Niederländer an den geschickt verteidigenden Italienern hängen. Lazović versuchte es nach dem Wiederanpfiff in einem Anflug von Verzweiflung sogar mit einem 50-Meter-Dribbling gegen sechs Inter-Spieler. Wenigstens erspielte sich die Truppe von Jan Wouters kurz darauf eine Möglichkeit, doch nach toller Vorarbeit von Jefferson Farfán schoss Carlos Salcido nur über den Querbalken. Cruz hatte eine ähnliche Szene auf der anderen Seite des Feldes, nachdem man ihm zu viel Platz gelassen hatte, konnte allerdings auch nicht besser abschließen. Das gelang dem Argentinier allerdings in der 64. Spielminute, als er die Kugel nur noch in das leere Tor einschieben musste. Über die Hälfte des Treffers geht sicher auf das Konto des Vorbereiters Suazo. Der machte ein klasse Spiel und hatte auch schon die vorangegangene Möglichkeit eingeleitet.
Solari an den Pfosten
Obwohl die Hausherren mit den Hereinnahmen von Kenneth Perez und Ismaïl Aissati alles versuchten, brachten sie das Tor von César nicht mehr in ernsthafte Schwierigkeiten. Stattdessen hatte der Spitzenreiter der Serie A noch eine weitere Möglichkeit, doch Solari traf nur den Pfosten.