Bremen patzt bei Lazio
Dienstag, 6. November 2007
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S.S. Lazio - Werder Bremen 2:1
Ein Doppelpack von Tommaso Rocchi sorgte für eine enttäuschende 1:2-Niederlage für Werder Bremen.
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Werder Bremen zeigte im Auswärtsspiel bei S.S. Lazio eine enttäuschende Leistung und kassierte bei den Römern eine bittere 1:2-Niederlage. Damit ist das Team von Thomas Schaaf in der Gruppe C auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Beide Tore für die Gastgeber, die einen Sprung auf Rang zwei machten, erzielte der eingewechselte Tommaso Rocchi. Diego traf für die Gäste.
Veränderungen auf beiden Seiten
Bremens Trainer Thomas Schaaf musste im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Lazio vor zwei Wochen im Weserstadion auf die verletzten Torsten Frings und Boubacar Sanogo verzichten. In der Offensive ersetzte Markus Rosenberg Sanogo, Frank Baumann kam im defensiven Mittelfeld für Frings zum Zug und für Daniel Jensen begann Leon Andreasen. Bei den Italienern gab es drei Veränderungen: Für Aleksandar Kolarov, Goran Pandev und Christian Manfredini spielten Emílson Sánchez Cribari, Cristián Ledesma und Stephen Makinwa von Beginn an.
Werder verschläft Beginn
Rund 33.000 Zuschauer sahen im Stadio Olympico in Rom einen engagierten Beginn der Gastgeber, die sofort die Initiative ergriffen und von den zahlreichen Fehlern der indisponierten Bremer Elf profitierten. Werder lies insbesondere in der Defensive jegliche Konsequenz und Zweikampfstärke vermissen, so dass Lazio der Begegnung schnell und ohne Probleme seinen Stempel aufdrücken konnte, während der Bundesligist große Probleme hatte.
Chancen für Lazio
Zum Glück für Bremen konnte die Mannschaft von Dello Rossi aber aus seiner Überlegenheit und zahlreichen Chancen kein Kapital schlagen. Tommaso Rocchi (6.), Guglielmo Stendardo (11.), Massimo Mutarelli (13.) und unter anderem Stephen Makinwa (22.) vergaben leichtfertig beste Möglichkeiten oder scheiterten am reaktionsschnellen Tim Wiese im Tor der Gäste.
Verletzungen bei Lazio und Werder
Beide Teams mussten früh in der Partie verletzungsbedingt wechseln. Bei den Gastgebern schied Luciano Zauri nach 18 Minuten aus und wurde durch Rocchi ersetzt, während Werder Baumann nach 31 Minuten mit Verdacht auf Nasenbeinbruch gegen Jensen austauschen musste.
Glückliches Remis
Die Schaaf-Elf fand überhaupt nicht in die Partie und auch der sonst so agile Diego konnte dem Spiel der Bremer keine entscheidenden Impulse geben, so dass die Gäste froh sein konnten, das es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause ging.
Keine Besserung
Nach Wiederbeginn änderte sich der Spielverlauf nicht. Werder spielte weiter enttäuschend und unter seinen Möglichkeiten. Zwar hatten die Norddeutschen durch einen Distanzschuss von Diego nach 50 Minuten eine gute Möglichkeit, der Schuss des Brasilianers strich aber links am Tor der Römer vorbei.
Rocchi verwandelt Elfmeter
Auf der Gegenseite verursachte Naldo in der 56. Minute einen Foulelfmeter an Mourad Meghni, mit dem Rocchi (57.) zunächst an Wiese scheiterte, im Nachsetzen das Leder dann aber über die Linie zum Führungstreffer für die Gastgeber drücken konnte.
Konter sorgt für Entscheidung
Die Vorentscheidung fiel schließlich in der 68. Minute, als Lazio einen schnellen Konter vortrug. Rocchi konnte alleine auf Wiese zulaufen und schlenzte den Ball aus kurzer Distanz am Bremer Torhüter vorbei ins Netz zum 2:0.
Werder ohne Chance
Bremen versuchte anschließend das Ergebnis zu verbessern, konnte sich aber an diesem Abend nie wirklich gegen die Italiener durchsetzen. Vier Minuten vor dem Spielende verursachte Cribari einen Foulelfmeter an Per Mertesacker und musste danach den Platz verlassen. Diego, der in der Nachspielzeit mit einer Gelb-Roten Karte den Platz ebenfalls verlassen musste, konnte den anschließenden Strafstoß zum 1:2 verwandeln (88.).
Verdienter Sieg
Letztendlich blieb es aber beim verdienten 2:1-Heimsieg für die Gastgeber, die mit dem Dreier einen Sprung auf den zweiten Tabellenplatz machen konnten. Für Werder ist die Ausgangssituation für das Achtelfinale deutlich schlechter geworden, nach wie vor ist das Erreichen der K.o.-Phase aber rechnerisch möglich.