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Roma weiter offensiv ausgerichtet

Trotz der jüngsten Rückschläge will Romas Trainer Luciano Spalletti auch gegen Sporting sein Team vor allem offensiv einstellen.

AS-Roma-Trainer Luciano Spalletti hat seine Spieler dazu aufgefordert, vor der UEFA-Champions-League-Partie in der Gruppe F gegen Sporting Clube de Portugal weiterhin positiv zu denken. Nach einem starken Saisonbeginn schwächelte der Klub zuletzt etwas und kassierte in den beiden vergangenen Serie-A-Heimspielen im Stadio Olimpico acht Tore. Mittlerweile sind sie auf Platz vier abgerutscht und haben heftige Diskussionen über ihre Taktik ausgelöst.

Keine Panik
"Wir spielen gerne offensiv", sagte Spalletti, dessen Team am Samstag gegen SSC Napoli vier Tore schoss, aber auch genauso viele kassierte. "Vielleicht ist unsere Philosophie in anderen Ligen anerkannter als bei uns. Nur weil wir in den letzten zwei oder drei Spielen nicht die gewohnte Klasse gezeigt haben, brauchen wir doch nicht in Panik zu verfallen und die Spielweise ändern, die wir jetzt schon seit über zwei Jahren erfolgreich praktizieren."

Abwehr
Nach den vielen Gegentreffern gab der Roma-Trainer jedoch zu, die Verteidigung stärken zu müssen. "Wir müssen uns besser auf die Abwehr konzentrieren. Es stimmt, dass wir zu viele Tore kassieren, und das löst Sorge aus", fügte Spalletti hinzu. Da Alberto Aquilani und Taddei ausfallen und sich zuletzt auch noch Simone Perrotta verletzte, ist er wohl dazu gezwungen, Änderungen im Mittelfeld vorzunehmen. "Wenn es nicht so läuft, ist es leicht, die Spieler auszuwechseln. Wir könnten die Aufstellung ändern. Wir könnten kampfbetonter spielen und noch mehr Spieler hinter den Ball stellen. Aber wir müssen uns den Problemen stellen und nicht vor ihnen weglaufen."

Entscheidende Spiele
Nach dem 2:0-Auftaktsieg zu Hause gegen den FC Dynamo Kyiv und der 0:1-Niederlage in Old Trafford bei Tabellenführer Manchester United FC hat Roma drei Punkte - genauso viel wie der Gegner aus Portugal. "Die nächsten beiden Partien werden entscheidend sein", sagte Spalletti und bezog sich damit auch auf das Rückspiel in zwei Wochen in Lissabon. "Am Dienstag wird es schwer werden, weil Sporting sehr offensivstark und auch spielerisch gut ist. Wir aber haben den Heimvorteil."

Späte Landung
Sporting will nach dem 2:1-Erfolg am zweiten Spieltag bei Dynamo Kyiv am liebsten gleich noch einen Auswärtssieg landen. Allerdings konnten die Portugiesen am Montag nicht im Stadio Olimpico trainieren, weil ihr Flug am Abend zu spät landete. "Es ist keine ideale Vorbereitung, denn wir haben vor diesem wichtigen Spiel keine Möglichkeit gehabt, zu trainieren. Auf das Ergebnis hat dies aber wohl keine Auswirkungen", sagte der Gäste-Trainer Paulo Bento. Dann setzte er zu einer Lobeshymne auf die Römer an. "Roma ist kein gewöhnliches italienisches Team. Sie setzen den Gegner schon in dessen Hälfte unter Druck, sind sehr ausgeglichen, technisch begabt, haben schnelle Spieler und mit Francesco Totti einen sehr guten Spielgestalter."

Änderungen
Mit Blick auf das Rückspiel am 7. November im heimischen Estádio José Alvalade würde der ehemalige Akteur von Sporting natürlich gerne einen Vorsprung in die abschließenden beiden Spieltage mitnehmen. "Unser Ziel ist es, in Rom zu gewinnen, wir wollen aber auch auf keinen Fall zulassen, dass die Roma alle drei Punkte gewinnt", sagte der 38-Jährige, der zahlreiche Änderungen in der Mannschaft im Vergleich zur Hinspiel-Niederlage im portugiesischen Pokal gegen den Zweitligisten CD Fátima am Wochenende vornehmen wird. Torwart Vladimir Stojković wurde nicht berücksichtigt, weil er von der Länderspielreise der Serben zu spät zurückkehrte.

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