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Schicksalsspiel für VfB und Lyon

Am Dienstag treffen die beiden noch punktlosen Mannschaften Stuttgart und Lyon aufeinander. Beide Trainer sind sich einig, dass nur ein Sieg zählt.

Stuttgart verlor zuletzt gegen Barcelona – Lyon gegen die Rangers
Stuttgart verlor zuletzt gegen Barcelona – Lyon gegen die Rangers ©Getty Images

Schwäbische Radiostationen verlosten in den letzten Tagen Karten für das vorentscheidende UEFA-Champions-League-Spiel des VfB Stuttgart in der Gruppe E gegen Olympique Lyonnais mit dem Slogan "Ihre letzte Chance, bei der letzten Chance des VfB dabei zu sein". Weder Stuttgart noch Lyon haben bisher auch nur einen Punkt geholt gegen Rangers FC und den FC Barcelona. Beide Trainer sind sich deshalb auch einig in der Bewertung des direkten Duells: dieses Spiel muss gewonnen werden.

Tristesse statt Feiern
"Wir müssen unsere Köpfe oben haben und mit dem Herzen dabei sein", sagte Stuttgarts Armin Veh. "Wir haben in der letzten Saison hart gearbeitet, um hier mitzuspielen. Das soll noch nicht so schnell vorbei sein. Wir gehen in das Spiel mit dem Willen, zu gewinnen." Markige Worte sind das. Dabei weiß vor allem der Trainer, dass dem deutschen Meister das Gewinnen zurzeit sehr schwer fällt. Die 1:4-Niederlage am Samstag beim Hamburger SV war schon die sechste Pleite in zehn Bundesliga-Spielen. Damit rangiert der VfB im unteren Drittel der Tabelle. Die Erinnerungen an die Meisterfeierlichkeiten vor fünf Monaten sind der Tristesse gewichen.

Stuttgarter Optimismus
Veh aber sieht die guten Dinge, was Beleg ist für sein positives Naturell. Den Fragen der Reporter nach der Aufstellung seiner Mannschaft wich er aus. Die Verletztenliste wird angeführt von Stürmer Ciprian Marica, Verteidiger Arthur Boka und Mittelfeldspieler Thomas Hitzlsperger. Zumindest kann Veh wieder auf Fernando Meira bauen, der zuletzt in der Bundesliga gesperrt war. Der 46-jährige Trainer denkt nur darüber nach, wie man Lyon schlagen könnte. "Wir müssen unsere Spiele gegen die Rangers und Lyon gewinnen", sagte Veh. "Lyon ist auch schlecht in die Saison gestartet, hat sich aber im Gegensatz zu uns wieder gefangen."

Fred gesperrt
Lyon feierte zuletzt am Samstag mit dem 3:1-Sieg gegen AS Monaco FC den siebten Ligue-1-Erfolg in den letzten acht Spielen und ist somit wieder alleiniger Tabellenführer. Trainer Alain Perrin ist der Meinung, es sei an der Zeit, diese Leistungen jetzt auch in den Europapokal zu übertragen. "Unsere beiden letzten Spiele waren sehr gut. Wir haben wirklich intensiv gekämpft. Das hat uns in den ersten beiden Partien der UEFA Champions League gefehlt", sagte er. Beide Spiele endeten 0:3, zunächst in Barcelona, dann zu Hause gegen die Rangers. Perrin will diese Scharten auswetzen. "Das ist unsere Chance, Wiedergutmachung zu betreiben", sagte Lyons Coach, der auf den gesperrten Stürmer Fred und auf Mittelfeldspieler Jérémy Toulalan verzichten muss, der sich am Sonntag das Knie verdrehte.

Nicht weinen
"Die Spiele gegen Stuttgart werden über unser Schicksal entscheiden. Ich bin realistisch: unsere Chancen stehen nicht gut, aber die Mannschaft wird nicht aufgeben. Sie wird bis zum Schluss kämpfen." Genau das erwartet Stuttgarts Trainer auch von seiner Mannschaft. Veh aber fügt hinzu, dass "man als Trainer nicht weinen kann, wenn das eigene Team verliert", so sehr er es sich manchmal wünsche. Den Verlosungen der Radiosender nach zu urteilen, sehen das die VfB-Fans auch so. Der Glaube an die Wende ist noch vorhanden – wie auch in Lyon.